Macron und die Zukunft

Frankreich hat die Stichwahl zwischen Emmanuel Macron und Marine Le Pen entschieden. Zum zweiten Mal nach 2017. Seit 20 Jahren wurde ein französischer Präsident wiedergewählt. Der alte und neue Präsident heißt Emmanuel Macron.

Dennoch: Marine Le Pen muss sich hinter ihrem Wahlergebnis nicht verstecken. So formulieren Demokraten.

In Deutschland lautet in verbreiteter moralischer Manier gepaart mit gutmenschlicher Haltung und Gesinnung die zentrale politische Fragestellung: Wird der Macron-Hype aus 2017 weiterhin tragen und die Abneigung gegenüber der in Deutschland stigmatisierten rechtsextremen „Neofaschistin“ Marine Le Pen obsiegen?

Macrons Anhängern freuen sich weniger über den Sieg ihres Kandidaten. Vielmehr sind sie über die Nichtwahl von Marine Le Pen erleichtert.

Fakt ist, die Schwarzen aus Übersee, den Kolonien wählten Le Pen.

In Deutschland klatschen, applaudieren und feiern die politisch Linksgrünen. Das Ergebnis der Frankreichwahl fällt nach der schweizerischen Weltwoche anders aus:

Emmanuel Macron hat das Parlament weiter abgewertet. Ob seine Mitte-Partei im Juni nochmals eine Mehrheit bekommt, ist fraglich. Er wird mit der linken und rechten Opposition, die den Nato-Austritt will, regieren müssen.”

Macrons Präsidentschaft startet mit einer Hypothek. Jean-Luc Mélenchon hat angekündigt, dass er „im dritten Wahlgang“, also bei den Parlamentswahlen im Juni 2022, Premierminister werden möchte.

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Es bleibt spannend.


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