Bundesbürger horten 12 Milliarden D-Mark

Ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube: Natürlich vermisse ich die gute alte D-Mark. Auch 19 Jahre nach der zwangsweisen Einführung der Gemeinschaftswährung EURO.

Die Deutsche Mark, Wahrzeichen für Wohlstand und Stabilität, Kindheitserinnerung und Gegenleistung für meine harte Arbeit, wurde – ohne Zustimmung der Bevölkerung – für eine Währung geopfert, die in 2002 zunächst eines zur Folge hatte: Einen kräftigen Preisanstieg bei den Waren und Gütern während der Phase des Geldumtausches.

Daher muss man auch kein Nostalgiker sein, um nüchtern festzustellen: Der Euro war und ist großer Mist! Und es kommt auch nicht von ungefähr, dass sich acht Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ganz bewusst nicht der Euro-Zone angeschlossen, sondern ihre nationale Währung behalten haben. Es sind Tschechien, Polen, Dänemark, Schweden, Bulgarien, Kroatien, Rumänien und Ungarn. Ebenso das zum 1. Januar 2021 aus der EU ausgeschiedene Großbritannien.

Es mag der Sehnsucht nach der harten deutschen Währung geschuldet sein, dass auch fast zwei Jahrzehnte nach dem Wechsel zum Euro noch immer ein riesiges D-Mark-Vermögen auf den Dachböden, in den Matratzen oder den Kellerräumen der Deutschen versteckt ist. Die Summe der fehlenden Scheine und Münzen beläuft sich auf einen Gesamtwert von 12,4 Milliarden Mark (6,34 Mrd. Euro). 2005 waren es noch 14,7 Milliarden Euro. Den größten Anteil der verschollenen Banknoten besteht gemessen am Wert aus 100- und 1000-Mark-Scheinen.

Ein Teil des Geldes dürfte sich auch im Ausland befinden. Denn die D-Mark war auch eine sehr beliebte Zweitwährung, beispielsweise im damaligen Jugoslawien sowie seinen Nachfolgestaaten und in anderen Teilen Osteuropas. So brachten Gastarbeiter aus Deutschland die D-Mark schon in den 1960er-Jahren mit auf den Balkan. Die Währung etablierte sich dort vor allem aufgrund ihrer Stabilität als Parallelwährung. In der Republik Montenegro und im Kosovo war die D-Mark von 1999 bis 2002 sogar offizielles Zahlungsmittel. Und Bosnien-Herzegowina koppelte 1998 seine “Marka” an den D-Mark-Kurs.

Und so wurden im vergangenen Jahr “nur” Münzen und Scheine im Wert von gut 53,4 Millionen Mark umgetauscht. Ein Großteil bleibt noch immer verschollen. Die D-Mark kann aber bei der Bundesbank unbefristet gewechselt werden. Der Kurs ist dabei unverändert: Einen Euro bekommt man für 1,95583 D-Mark.


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