Arbeits- und Ausbildungsmarkt am Limit – wo ist die Bundesbildungsministerin?

Deutschland, das Land der Dichter und Denker, das war einmal. Die Bundesrepublik verfügt über kaum nennenswerte Bodenschätze. Daher bleibt nur die Ressource Mensch. Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt ist am Limit.

Kennt in Deutschland jemand die Bundesbildungsministerin von der FDP? Verfolgt diese bildungspolitische Ziele? Das wäre dringender denn je geboten. Fehlanzeige in der bunten und linken Regierung aus SPD, Grünen und FDP.

Das deutsche Bildungssystem krankt genauso wie das Duale System der Berufsausbildung. Junge Menschen werden unter ihrem Niveau ausgebildet. Was wird der kommenden Generation nur angetan?

Die Universitäten sind zwar voll, doch der Handwerkermarkt ist trotz guter Bezahlung leergefegt.

Bundesweit fehlen zehntausende Handwerker. Schon jetzt bekommen die Deutschen das im Alltag zu spüren – etwa wenn sie ein Haus bauen wollen oder die Heizung kaputt ist.

Das Problem wird sich weiter verschärfen. Viele Unternehmen müssen jetzt schon aufgeben. Der eklatante Fachkräfte- und Handwerkermangel bedroht den Wirtschaftsstandort Deutschland in einer existenzbedrohenden Art und Weise.

Ein Grund dafür ist die Vernachlässigung des dualen Ausbildungssystems. International neidet Deutschland dieses System. Doch hierzulande wird es geschmäht: “Du machst ja nur eine Ausbildung”. Dabei hat das Handwerk immer noch goldenen Boden.

Es ist politisch gewünscht, dass möglichst jeder das Abitur erreicht. Doch der Akademisierungswahn der deutschen Bildungspolitik gefährdet Wohlstand und Fortschritt.

So ist das in einem Land, in dem permanent die Mär vom “Abitur für alle” gesungen wird. Nur noch wenige wollen körperliche Arbeiten verrichten.

Wir brauchen dringend mehr Hauptschüler und Realschüler, auf einem Niveau wie vor etwa 20 Jahren. Hauptschüler waren durchaus gute und praktisch veranlagte Menschen. Heute ist die Hauptschule nur noch eine Resterampe, wenn sie nicht schon in einer “Oberschule” untergegangen ist.

Die Quote für Abiturienten muss wieder deutlich sinken. Eine Quote von 30 Prozent ist völlig ausreichend. Keine Volkswirtschaft braucht 50 Prozent oder mehr eines Jahrgangs als Abiturienten.

Unsere Gesellschaft ist wie in vielen anderen Dingen komplett aus den Fugen geraten. 300.000 Pädagogen, Modeblogger oder Influencer halten unsere Gemeinschaft nicht am Laufen.

Die heutigen Eltern basteln kaum noch mit ihren Kindern, ein grundlegender Nachteil für die handwerklichen Berufe. Die Mehrzahl der heutigen Jugend will ruhig und blitzsauber in einem Büro sitzen und sich nicht mehr körperlich anstrengen.

Heutzutage lässt sich im handwerklichen Bereich mit Fleiß sehr viel Geld und Anerkennung verdienen.

Das sprichwörtlich Goldene Handwerk „war selten so goldig wie heute.“ Die Deutschen spüren inzwischen wie dringend Handwerker benötigt werden und wie lukrativ die Branche ist. Dennoch entscheiden sich viele für die Universität und gegen das Handwerk.

Mit seinen Händen etwas zu machen, bereitet vielen Jugendlichen Freude. Daher muss es an unseren Schulen wieder dringend Werkunterricht geben. Die frühe Begegnung mit dem Handwerk hilft, das Interesse bei den Jugendlichen dafür zu erwecken.

Doch wo sind die heutigen Vorbilder? Die Berufspolitiker ohne Berufsabschluss sind sicherlich keine leuchtenden Menschen, an denen sich junge Leute orientieren können.

Hinzu kommt, dass die in Deutschland top ausgebildeten Akademiker der Bundesrepublik den Rücken kehren und das Land verlassen.

International ist bekannt, wie krank die deutsche Arbeitswelt macht. Das tun sich Qualifizierte aus anderen Ländern nicht an.

Daher ist aktuell die Devise in Deutschland bekannt: Wer etwas kann, der wandert aus und wer nichts kann, der wandert ein!

Eine volkswirtschaftlich bedrohliche Situation, nicht nur am Arbeitsmarkt.


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