ARD-Intendantin tritt zurück! Ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein Selbstbedienungsladen? Politische Kultur im Sturzflug

Lange genug hat es ja gedauert. Angesichts der zahlreicher Vorwürfe gegen die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Patricia Schlesinger, tritt diese mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt als ARD-Vorsitzende zurück.

Der WDR-Intendant Tom Buhrow übernimmt kurzfristig bis zum Jahreswechsel 2022/2023 die laufenden Amtsgeschäfte.

Schlesingers Zukunft als RBB-Intendantin blieb indes am Abend noch offen. Merkwürdig erscheint dies nach den Vorwürfen gegen die RBB-Intendantin.

Das Online-Medium “Business Insider” hatte den Fall Ende Juni 2022 in Gang gebracht. Es geht im Kern um die Frage, ob die RBB-Intendantin und der Aufsichtsratsvorsitzende Wolf-Dieter Wolf miteinander einen zu laxen Umgang bei der möglichen Kollision von Interessen gepflegt haben könnten. Beide wiesen die Vorwürfe aktuell zurück.

Dabei spielen Beraterverträge für ein inzwischen auf Eis gelegtes RBB-Bauprojekt und Aufträge für den Ehemann Schlesingers bei der landeseigenen Messe Berlin eine Rolle.

Wolf-Dieter Wolf ist neben seiner RBB-Funktion auch Aufsichtsratschef der Messe.

Darüber hinaus wird die deutliche Erhöhung von Schlesingers Gehalt auf rund 300 000 Euro kritisiert.

Die Beschaffung und Nutzung ihres Dienstwagens, für den vom Autohersteller ein sehr hoher Rabatt gewährt worden sein soll, wird ebenfalls als unangemessen wahrgenommen. F

ür Unmut sorgt auch, dass Schlesinger mehrmals als RBB-Chefin Gäste in ihrer Privatwohnung empfing und die Kosten für Essen und Getränke über den beitragsfinanzierten ARD-Sender abrechnete; die in Rechnung gestellten Kosten sollen angeblich fehlerhaft gewesen sein.

Weder die Politik noch die Medien stellen die zentrale Frage: Wie kann ein solches selbstgerechtes Verhalten in einem öffentlich-rechtlichen Sender unkontrolliert stattfinden?

Fakt ist: Die Gelder öffentlich-rechtlicher Sender stammen aus den Rundfunkbeiträgen.

Frankreich geht vorbildlich voran: Dort soll der Rundfunkbeitrag abgeschafft werden. Ein Vorbild für Deutschland.

Den manipulativen öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ARD, ZDF, DLF) mit seinen mutmaßlich absolutistischen Strukturen benötigt kein mündiger Bürger. Dafür genügt der Fall Schlesinger.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk gleicht nach dem Fall Schlesinger einem Selbstbedienungsladen!

Der Rücktritt Schlesingers als RBB-Intendantin ist maximal überfällig!

Wie weit kann die politische und organisatorische Kultur in steuer- bzw. beitragsfinanzierten Behörden und Einrichtungen noch sinken?

Die politische Kultur in Deutschland befindet sich im Sturzflug!


Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt BLAULICHTBLOG mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf
DE60 2905 0101 0082 9837 19 (BIC: SBREDE22XXX), Empfänger: BREPRESS UG,
Verw.-Zweck: Spende Blaulichtblog. Vielen Dank!

Hinterlasse einen Kommentar