Strafverfahren gegen Hamburger Ehrenbürger Udo Lindenberg – Beleidigung eines AfD-Politikers

Dass Künstler überwiegend politisch auf der linken Seite zu finden sind, zeigt das Beispiel des Hamburger Ehrenbürgers Udo Lindenberg. Während der Verleihung der Hamburger Auszeichnung fühlte sich der oft sogenannte “Panikrocker” (Sonderzug nach Pankow) von der Rede des Bürgerschaftsabgeordneten Dr. Alexander Wolf (AfD) offenbar so provoziert, dass Lindenberg dem AfD-Abgeordneten den Stinkefinger zeigt. Mit der rechten Hand simulierte der Musiker, der an der Alster in einem Hotel lebt, Drehbewegungen, um an der linken Hand genau den Stinkefinger zeigen zu können.

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Hamburg gegen den 76-jährigen. Der Tatvorwurf lautet Beleidigung und Beleidigung politischer Personen.

AfD-Politiker Dr. Wolf hatte noch am gleichen Tag des Vorfalls gegen ihn Strafanzeige gegen Udo Lindenberg gestellt.

Im Falle einer tatsächlichen Anklage könnte sich für den Hamburger Sänger nach hiesiger Einschätzung ein Strafmaß zwischen einer Haftstrafe von bis drei Jahren bzw. eine saftige Geldstrafe ergeben. Diese bemisst sich am Einkommen des auffälligen Hamburgers. Im Raum stehen insofern schätzungsweise 20.000 Euro.

In seiner Rede anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerschaft sprach der Abgeordnete Dr. Alexander Wolf für die AfD Udo Lindenberg die Eignung zum Ehrenbürger ab. Wolf argumentierte u. a. mit der Lindenberg-Kritik gegen die AfD-Wahlergebnisse im Land Thüringen., so habe Lindenberg “Schwierigkeiten, demokratische Wahlergebnisse zu akzeptieren“. Zudem attestierte Alexander Wolf dem Musiker “eine Einstellung und eine Sprache, die, so meine ich jedenfalls, eines Ehrenbürgers unwürdig ist“.

Als Ehrenbürger Hamburgs stehen Udo Lindenberg jetzt Privilegien zu. Dazu zählen etwa Freifahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln, freie Theaterkarten, kostenloser Zutritt zu Museen, etc. oder andere Arten von Vorzugsbehandlung in stadteigenen Einrichtungen.


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