Niedersachen: Sebastian Lechner soll CDU-Landesvorsitzender werden – Chance zum Aufbruch vertan – Lies und Pistorius stehen als Weil-Nachfolger parat

Nach der desolaten Landtagswahl in Niedersachsen stellt sich die CDU neu auf. Heute tagte der Landesvorstand. Doch stellt sich die Niedersachsen-CDU wirklich neu auf?

Nach dem für die CDU Niedersachsen desaströsen Wahlergebnis mit ihrem Spitzenkandidaten Dr. Bernd Althusmann, der unmittelbar sein Amt als Landesvorsitzender zur Verfügung stellte, haben die Christdemokraten sich heute personell neu aufgestellt.

Sebastian Lechner wird der neue Landesvorsitzende, er wurde heute ohne Gegenkandidaten nominiert“, äußern CDU-Stimmen während und nach der Sitzung. Lechner ist Generalsekretär der Landes-CDU und aktuell Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion.

Hinter vorgehaltener Hand wird kolportiert, dass Sebastian Lechner ein Kompromiss-Kandidat sei, um andere potente Kandidaten zu verhindern.

Eine der veritablen Kandidaten ist die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, sie ist in Personalunion auch Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung der CDU (MIT). Connemann wird mutmaßlich stellvertretende Landesvorsitzende der “neuen” CDU Niedersachsen.

Nachfolger im Amt des Generalsekretärs der Niedersachsen CDU soll Dr. Marco Mohrmann werden. Mohrmann ist promovierter Agraringenieur.

Die vom Landesvorstand heute Nomnierten stellen sich nun den Regionalkonferenzen und final dem Landesparteitag.

Der Niedersachsen-CDU gelingt es nicht, sich von der Merkel-CDU zu distanzieren. Der Merkelianer Althusmann fuhr als Merkel-Fan das schlechteste Ergebnis der CDU nach ihrer Gründung in seinem Bundesland ein.

Der Landesvorstand hat sich heute für ein Weiteres so entschieden. Im Ergebnis wird Sebastian Lechner politisch verheizt. Dann kommt die Stunde von Gitta Connemann oder der totale politische Abstieg. Denn keiner weiß, welche politischen Gruppierungen sich glaub- und ernsthaft bis dahin etabliert haben.

Die stellvertretende niedersächsische CDU-Bundesvorsitzende Silvia Breher hat sich mutmaßlich bewusst aus dem Kandidatenkarussel genommen. Wen wundert es?

Der inzwischen Europaabgeordnete und ehemalige niedersächsische Ministerpräsident David McAllister hätte die Chance seine Lebens in Niedersachsen mit einer bundespolitischen Perspektive. Nicht nur vergeudet er seine Karriere, er versteckt sich hochdotiert in Brüssel und überlässt seinen eigenen Landesverband einer politisch nicht ernstzunehmenden Nomenklatur. Das ist das Bild der CDU am heutigen Abend.

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Mit Olaf Lies (SPD) und Boris Pistorius (SPD) stehen kompetente und in Niedersachsen bekannte Nachfolger für den amtierenden Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) parat. So baut man politische Persönlichkeiten auf. Die CDU kann an der Stelle noch viel lernen.

Die CDU hat in Niedersachsen den Neuanfang vergeigt – Aufbruch sieht anders aus.


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