25 Jahre Handgun Ban in England: Außer Spesen nichts gewesen

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Es ist noch nicht allzu lange her, da galt England – tatsächlich sprechen wir von Großbritannien ohne Nordirland – den Gegnern des privaten Waffenbesitzes als leuchtendes Vorbild. Der Massenmord eines Geisteskranken an Grundschülern im schottischen Dunblane im Jahr 1996 war der Anlass für ein nahezu vollständiges Verbot von Kurzwaffen für patronierte Munition. Dieses Verbot wurde im Laufe der folgenden Jahre um weitere Schusswaffenkategorien wie z. B. Selbstladebüchsen für Zentralfeuermunition erweitert.

Der Grund, warum dieses einst “leuchtende Vorbild” nach 25 Jahren lieber totgeschwiegen wird, ist die Realität. Bereits wenige Jahre, nachdem man den rechtstreuen Waffenbesitzern in England, Wales und Schottland ihre Kurzwaffen verboten und das Land “sicherer” gemacht hat, stieg die Anzahl der Opfer von Tötungsdelikten je 100.000 Einwohner dramatisch an. Betrug dieser Wert 1996 noch 1,45 pro 100.000, so lag er 2002 bei 1,87. Satte 29 Prozent höher, als vor dem “Handgun Ban”!

Den ersten Wert in unserer Zahlenreihe, 1,25 in 1990, also sechs Jahre vor dem Faustfeuerwaffenverbot, unterschritt man erst wieder im Jahr 2008, zwölf Jahre danach. 2018 entsprach der Wert fast exakt dem von 1990. Die Entwaffnung der Gesetzestreuen hatte, oh Wunder, keinen positiven Einfluss auf die Kriminalitätsstatistik. Spätestens an dieser Stelle hätte man wegen der erwiesenen Nutzlosigkeit Vernunft walten lassen und ein unnützes Gesetz wieder abschaffen können. Doch weit gefehlt, statt dessen denkt man sogar über eine verpflichtende Abstumpfung der Küchenmesser der Rechtstreuen nach, weil ja zunehmend Gewaltverbrecher mit Stichwaffen auf ihre Opfer losgehen.

Quelle: https://www.macrotrends.net/countries/GBR/united-kingdom/murder-homicide-rate

Nimmt man die Zahlen für Deutschland zum Vergleich, so erkennt man seit den frühen 90er Jahren einen stetigen Abwärtstrend, der erst im Zuge der Flüchtlingswelle 2015 unterbrochen wurde. In Deutschland gab es zwar auch eine Reihe von Waffenrechtsverschärfungen, aber keine Verbote, wie sie jetzt die “Grünen” mal wieder fordern. Das Risiko, Opfer eine Tötungsdelikts zu werden, ist fast durchgängig gesunken. Verzeichnete man in England im Vergleich zu 1990 für das Jahr 2018 einen Rückgang der Quote um gerade mal vier Prozent, sind es in Deutschland fast 36 Prozent. Ganz ohne Waffenbesitzverbote und auch in den Jahren, nachdem man im “gelobten” England die unbescholtenen Bürger entwaffnete – und es dort zu einem massiven Anstieg an Tötungsdelikten kam.

Quelle: https://www.macrotrends.net/countries/DEU/germany/murder-homicide-rate

England ist als Musterland für Gun-Control deshalb “out”, die Realität hat die schöne Theorie von “weniger Waffen, weniger Morde” längst widerlegt. Die so simpel erscheinende und deshalb so verlockende “Lösung”, man müsse nur “die Waffen” verbieten und zwangsläufig wird die Welt sicherer, ist grandios an der Wirklichkeit gescheitert.

Man kann eben nur wirksam die ordnungsgemäß registrierten Schusswaffen verbieten, von denen man weiß, wer sie besitzt. Nur sind das in den allerwenigsten Fällen auch die Schusswaffen, die für kriminelle Zwecke missbraucht werden. 

Kriminelle tangiert ein solches Verbot nicht, im Gegenteil. Der Staat hat ihre potenziellen Opfer entwaffnet, mit bewaffnetem Widerstand muss man nun nicht mehr rechnen. Und auch aus diesem Grund feierte die Gewaltkriminalität auf der Insel nach dem Handgun-Ban fröhlich Urstände, nicht vorher.  Weshalb man über die “englischen Verhältnisse” nun lieber den Mantel des Schweigens breitet und sich deshalb Australien zuwendet, dem neuen Musterland für vermeintlich erfolgreiche Volksentwaffnung.

Doch dazu folgt ein eigener Artikel.


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Über den Autor

Benedikt Krainz
Boomer, Sportschütze, Blogger, Hobby-Waffenlobby-Aktivist. Staatlich regelmäßig überprüft hinsichtlich Zuverlässigkeit, persönlicher Eignung und neuerdings Verfassungstreue.

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