600 Millionen Euro für den Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes – geht es noch?

In Pandemiezeiten werden auch andere politische Ideen diskutiert und auf den Weg gebracht. Deutschland befindet sich aktuell in einer Wirtschaftskrise, die Schulden des Bundeshaushaltes wachsen und wachsen pandemiebedingt in utopische Höhen.

Vor diesem Hintergrund soll das Bundeskanzleramt am Berliner Spreebogen in den kommenden Jahren vergrößert werden. Und das nicht irgendwie. Es soll im Vergleich zum Istzustand doppelt so groß werden. Der neu entstehende Bau enthält neun Wintergärten, die sich über fünf Etagen erstrecken. Eine zur bereits bestehenden Kanzlerwohnung mit 250 Quadratmeter große Wohnung kommt hinzu. Der neue Kindergarten mit 15 Plätzen verschlingt mit 2,8 Millionen Euro dreimal so viel wie normale Einrichtungen.

Das aktuelle Bundeskanzleramt ist achtmal größer als das „Weiße Haus“ des US-Präsidenten. Im Vergleich zum Regierungssitz des Britischen Premierministers fällt das Kanzleramt zehnmal so groß aus.

Der Erweiterungsbau der „Waschmaschine“ mit einer dann existierenden 50.000 Quadratmeter großen Grundfläche, wie es der Berliner mit seiner bekannten Schnauze nennt, soll 600 Millionen Euro Baukosten verschlingen.

Der Bundesrechnungshof kritisiert den Bau in einem Prüfbericht und geht von einem noch höheren Betrag aus.

Eine Diskussion um den Erweiterungsbau des Kanzleramtes findet in der Öffentlichkeit und besonders in den Medien nicht statt. Wollen sich die Leitmedien nicht mit der Bundeskanzlerin anlegen?

Stoppen kann den Bau nur noch der Deutsche Bundestag. Die Mitglieder des Haushaltsausschusses sollten sich die Bauplanungen noch einmal vornehmen. Vielleicht findet ja doch noch eine öffentliche Diskussion statt. Die Wirtschaftskrise und die Folgekosten der Pandemie sind ebenso noch nicht vom Tisch!


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