Julian Assange erleidet juristische Niederlage – droht jetzt seine Abschiebung?

Der in London im Hochsicherheitsgefängnis Belmash sitzende 50-jährige Wikileaks-Gründer Julian Assange hat beim Berufungsgericht London High Court eine Niederlage hinnehmen müssen.

Die USA fordern die Auslieferung Assange, um ihn in seinem Heimatland anklagen zu können. Dort drohen ihm 175 Jahr Haft. Ihm werden Spionagevorwürfe gemacht.

Zahlreiche Unterstützer begleiten Julian Assange auf seinem juristischen Weg gegen seine Rückkehr nach Amerika. Verwandte Assange beschreiben seinen derzeitigen Gesundheitszustand als besorgniserregend.

Ein britisches Gericht hatte Anfang des Jahres 2021 die Auslieferung des Wikileaks-Gründers wegen seines psychischen und gesundheitlichen Zustands abgelehnt. Ebenso führten sie zum Vorteil von Assange die US-Haftbedingungen an. Washington hat daraufhin die richterliche Entscheidung angefochten.

Das aktuelle Urteil bedeutet jedoch noch nicht die Auslieferung in die USA. Der Londoner Richter befand die von den USA gegebenen Zusicherungen als ausreichend, um die Sorgen um Assanges Gesundheit auszuräumen.

Julian Assange verstieß gegen Haftauflagen und sitzt daher in Haft. Zuvor lebte er etwa sieben Jahre in der ecuadorianischen Botschaft in London. So konnte Assange schon damals einer Auslieferung in die USA entgehen.

Seine Unterstützer kündigten an, gegen das Urteil des Londoner High Court Rechtsmittel einzulegen.


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