Abzug aus Afghanistan – kein Empfang für unsere Soldaten

Erinnern wir uns einen kurzen Moment an die Plenardebatte vor annähernd 20 Jahren. Angeführt von einem sozialdemokratischen Bundeskanzler und einem grünen Außenminister entschied der Deutsche Bundestag mit großer Mehrheit, deutsche Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Welch ein Pathos, welch ein Aufbruch. Deutschland werde auch am Hindukusch verteidigt, war einer der prägnantesten Sätze. Richtig.

Ebenso richtig ist es auch, die Bundeswehr nunmehr aus Afghanistan abzuziehen. Der Auftrag ergibt keinen Sinn mehr.

Eine Schande – jawohl, eine Schande – ist es jedoch, wie hierzulande mit unseren Kameraden, Söhnen und Töchtern, Brüdern und Schwestern, Vätern und Müttern umgegangen wird. Während bis zu dem blamablen Ausscheiden der Bundeskicker bei der EM an jeder Ecke eine Deutschlandfahne wehte, interessiert sich für die Rückkehr unserer Soldaten niemand.

Unsere Kameraden haben jahrelang den Kopf für uns hingehalten. Sie haben ihr Leben riskiert, und einige haben ihr Leben gelassen. Sie haben unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt. Jetzt kehren sie heim, und es gibt nicht einen einzigen offiziellen Empfang. Kein Dankeschön, keine Ehrenbekundung. Nichts, einfach nichts.

Es ist beschämend, wie dieses Land mit seinen Soldaten umgeht. Es treibt einem die ohnmächtige Zornesröte ins Gesicht. Die Leute, die von unseren Werten wie Freiheit und Demokratie sprechen, zeigen denjenigen, die dafür eintreten, noch nicht einmal ein Minimum an Respekt.

Herr Steinmeier, Frau Dr. Merkel, Frau Kramp-Karrenbauer, ehren Sie unsere Kameraden! Danken Sie Ihnen! Empfangen Sie die Soldaten auf dem Platz der Republik in Berlin mit Nationalhymne und Bundesverdienstkreuz! Beenden Sie diese beschämende Heuchelei!


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