AfD nominiert in Berlin ihre Bundestagskandidaten – „Flügel“ chancenlos

Gestern stellte die Berliner AfD ihre Bundestagskandidaten auf. Zur Spitzenkandidatin wurde Beatrix von Storch gewählt, gefolgt von den beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Gottfried Curio und Dr. Götz Frömming. Auf Platz vier setzte sich der Landesvorsitzende Georg Pazderski durch. Dr. Birgit Malsack-Winkemann, Marcel Goldhammer, Denis Henkel, und Achille Demagbo belegen die weiteren Listenplätze.

Auffallend ist, dass ausschließlich „liberale“ Kandidaten oder solche, die nicht den aufgelösten „Flügel“ zuzurechnen sind, nominiert wurden. Sebastian Maack, dem eine Flügelnähe nachgesagt wird, scheiterte mit seiner Bewerbung um ein Bundestagsmandat.

Zwanzig überwiegend sehr junge Antifaschisten grölten „Ganz Berlin hasst die AfD“. Wirklich? Hat Berlin nur noch zwanzig Einwohner? Auch die kommunistische Bezirksbürgermeisterin von Hellersdorf-Marzahn, Dagmar Pohle, protestierte gegen die Abhaltung des Parteitages.

Eine Woche zuvor hatte die mit Unterstützung früherer Flügel-Mitglieder zur Landesvorsitzenden gewählte Dr. Kristin Brinker eine sogenannte Konsensliste erstellt, die mit Thorsten Weiß einen bekennenden Bewunderer des thüringischen Landes- und Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke beinhaltete. Mit Herbert Mohr und Christian Buchholz scheiterten zwei Kandidaten aus dem als liberal geltenden Kreisverband Pankow.

Der Versuch, den profilierten Höcke-Kritiker Frank Christian Hansel „abzusägen“, scheiterte. Mit Ronald Gläser und Frank Scheermesser stehen zudem zwei frühere FDP-Mitglieder und mit Carsten Ubbelohde und Rolf Wiedenhaupt zwei frühere CDUler auf aussichtsreiche Plätze für die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus.


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1 Kommentar zu "AfD nominiert in Berlin ihre Bundestagskandidaten – „Flügel“ chancenlos"

  1. Super. Bisher hatte ich AfD gewählt, weil es die einzige Oppositionspartei ist. Flau war mir nur bei dem Gedanken, dass Björn Höcke langfristig Oberhand gewinnt. Berlin zeigt eine gute Perspektive für die Zukunft.

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