Aggressiver Türke will Polizisten überfahren

Zunächst glaubten die beiden Polizisten noch an einen schlechten Scherz, als sie am vergangenen Freitag ihren Diensthund nach einem Sucheinsatz wieder in das Polizeiauto laden wollten. Einem 42-jährigen Autofahrer aus Essen ging das wohl alles nicht schnell genug, so dass er auf einer Kreuzung an den Polizisten, die wegen der Fahrbahnenge zur Absicherung des Diensthundes deutlich sichtbar auf der Fahrbahn standen, vorbeifahren wollte.

Doch damit noch nicht genug. Der Mann aus der Türkei, der bereits mehrfach im Zusammenhang mit der Begehung von Aggressionsdelikten (Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung) polizeilich in Erscheinung getreten war, hupte mehrfach und forderte die Polizisten durch das geöffnete Fahrzeugfenster lautstark auf, gefälligst aus dem Weg zu gehen.

Noch in dem guten Glauben, der aggressive Verkehrsteilnehmer hätte einen triftigen Grund für seine Eile, wollten sie ihn zu seiner Motivation befragen. Unter den Augen zahlreicher Passanten, die das ungebührliche Verhalten des Mannes unweigerlich miterleben mussten, gingen sie zur Fahrertür und sprachen den Essener an. Der verschloss nun das Fenster und schrie den Polizisten zu, sie sollen ihn nicht belästigen, wenn er mit seiner Lebensgefährtin telefoniere.

Damit hatte er nun den besonderen Ehrgeiz der Oberhausener Ordnungshüter geweckt, die in dieser angespannten Situation ganz auf Deeskalation und eine kommunikative Klärung der Lage setzten. Sie erklärten ihm mit klaren Worten die Konsequenzen einer weiterhin unkooperativen Haltung gegenüber den polizeilichen Maßnahmen, die er durch sein Verhalten veranlasst hatte.

Der Mann aus der Türkei stieg nun ohne Mund-Nasenschutz aus und näherte sich den Polizisten in einer deutlich aggressiven Weise, wobei er den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand mehrfach unterschritt und mit beiden Händen wild vor den Gesichtern der Polizisten herumfuchtelte.

Dabei drohte er mehrfach lautstark an, die Polizisten beim nächsten Mal überfahren zu wollen.

Nachdem die Personalien des Mannes eindeutig festgestellt worden waren und sich keine Hinweise auf den Konsum von Alkohol oder Drogen ergeben hatten, entließen die Polizisten ihn mit dem Hinweis darauf, dass er sich wegen der zahlreichen begangenen Verstöße nun verantworten müsse. Damit war die Geschichte aber noch nicht zu Ende.

Nachdem er wieder in sein Auto eingestiegen war, rief er wieder lautstark, dass er die Polizisten jetzt mit seinem Handy fotografieren werde, was er gleichzeitig auch in die Tat umsetzte. Selbstverständlich zog das erneut eine polizeiliche Maßnahme nach sich. Im Beisein der Polizisten musste der Mann die gefertigten Bild- und Tonaufnahmen löschen.

Nicht gelöscht wurde dadurch aber sein erneutes, rechtswidriges Verhalten, das die Polizisten der Liste aller bis dahin festgestellten ahndungswürdigen Verstöße hinzufügten.

Mit einem Bericht an das zuständige Straßenverkehrsamt regten sie zudem eine Überprüfung der Fahreignung und Fahrtauglichkeit des aufbrausenden Verkehrsteilnehmers an.


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