ARD-Programmdirektorin Strobl verdient 295.000 Euro pro Jahr – Rundfunkbeiträge stabil halten oder senken

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖR) hat gemäß seiner rechtlichen Grundlagen Rundfunkprogramme zu generieren, die der Information, Bildung und Unterhaltung dienen. Dabei hat dieser politisch unabhängig von staatlichen Eingriffen sowie hinsichtlich der inneren und äußeren Pressefreiheit zu wirken. Explizit sind mit ÖR ARD, ZDF und der Deutschlandfunk gemeint. Ob dieser Auftrag erfüllt wird, kann der Leser selbst beurteilen. Zumindest sinkt das Vertrauen in die Objektivität und Kompetenz des ÖR laut aktuellen Umfragen erheblich in der öffentlichen Meinung.

Seit dem 01. Mai 2021 hat Christine Strobl als erste Frau in dem neuen Amt Volker Herres in der Funktion des ARD-Programmdirektors abgelöst. Herres löste seinen Vertrag vorzeitig Ende April 2021 auf. Die neue ARD-Programmdirektorin Strobl verantwortet u. a. das Erste Deutsche Fernsehen und die ARD-Mediathek. Dabei entwickelt sie die Programmstrategie und steuert die klassische Sendungen in der Planung und Koordination sowie die Streaminginhalte.

Christine Strobl ist die Tochter des aktuellen Bundestagspräsidenten Dr. Wolfgang Schäuble und seit 1996 die Ehefrau des Baden-Württembergischen Innenministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten Thomas Strobl. Die ausgebildete Juristin ist seit 1999 in den ARD-Gemeinschaften beschäftigt. Berufliche Stationen waren exemplarisch die Leitung der Fernsehabteilung Kinder- und Familienprogramm sowie die Führung der Hauptabteilung Film- und Familienprogramm beim SWR. Nach ihrem Wechsel zur ARD-Tochter „Degeto Film GmbH“ übernahm sie dort die Aufgaben der Geschäftsführerin. Die „Degeto Film GmbH“ ist u. a. zuständig für die thematische Auswahl und Produktion der ARD-Sendung „Tatort“.

Die Position der ARD-Programmdirektorin wird nach ihren eigenen Aussagen jährlich in Höhe von 295.000 Euro vergütet. Zum Vergleich verdienen die Intendanten der ARD-Anstalten jährlich zwischen 257.000 Euro und 404.000 Euro. Spitzenverdiener ist der WDR-Intendant Tom Buhrow mit einem Jahreseinkommen in Höhe von 404.000 Euro.

Ohne dem Totschlagargument einer Neiddebatte zu folgen, kann an dieser Stelle die Frage aufgeworfen werden, ob ein durch Rundfunkbeiträge finanzierter öffentlich-rechtlicher Rundfunk derartige Einkommenshöhen rechtfertigt? Die Einkommen der ARD-Programmdirektoren sowie der ARD-Intendanten liegt über dem Salär des Bundespräsidenten und der Bundeskanzlerin.

Sparen an der richtigen Stelle im Personalhaushalt der ARD könnte ebenso dazu beitragen, die Rundfunkbeiträge stabil zu halten oder gar zu senken. Eine Erhöhung der Rundfunkbeiträge erscheint auch vor den Programminhalten des ÖR unverhältnismäßig und in keiner Weise angezeigt.


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