Armer Parlamentarier? – Fast jeder 3. Bundestagsangeordneter geht einer Nebentätigkeit nach

Gemeinsame Recherchen des Internetportals abgeordnetenwatch und SPIEGEL ergaben, dass 226 der insgesamt 709 Bundestagsabgeordnete neben ihrem Mandat noch mindestens eine bezahlte Nebentätigkeit besitzen. Die Summe der zusätzlichen Einnahmen zu den bereits üppigen Diäten (10.012 Euro monatlich) liegen bei den 226 Abgeordneten bei mehr als 35 Mio. Euro in dieser Legislaturperiode.

Bei der CSU und der FDP sind Nebenjobs besonders beliebt: Mehr als die Hälfte ihrer Abgeordneten (je 51 Prozent) hat zumindest eine meldepflichtige Zahlung angezeigt. Die folgenden Werte: CDU (37 Prozent), SPD (26 Prozent) AfD (24 Prozent) und Linksfraktion (21 Prozent). Bei den Grünen üben mit 15 Prozent die wenigsten Parlamentarier einen bezahlten Nebenjob aus.

Zu den Top-Verdienern zählt beispielsweise Gregor Gysi. Der frühere Fraktionsvorsitzende der Linken wurde für weit mehr als 100 Veranstaltungen gebucht. Sein Gesamtverdienst durch Vorträge, Gespräche, ein Buchhonorar und eine Tätigkeit als Rechtsanwalt beläuft sich laut abgeordnetenwatch auf mindestens 566.000 Euro.

Der frühere SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz soll in der laufenden Legislaturperiode mindestens 143.500 Euro an Nebeneinkünften gemeldet haben. So hielt er unter anderem zwei Vorträge bei J.P. Morgan Europe Limited in London, einem weltweit führenden Finanzdienstleistungsunternehmen, das unter anderem im Investment Banking und in der Vermögensverwaltung tätig ist. Für seine Vorträge dort erhielt er jeweils Beträge zwischen 7.000 und 15.000 Euro.


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