Aserbaidschan gratuliert zum Osterfest

Millionen orthodoxe Christen feiern weltweit das Osterfest – einen Monat später als die westlichen Kirchen. Glückwünsche anlässlich dieser höchsten kirchlichen Feiertage kommen selten von Muslimen. Denn im islamischen Glauben ist es durchaus umstritten, ob man einem Christen zu den zahlreichen Feiertagen im Jahr gratulieren „darf“. Je fanatischer die Muslime sind, desto weniger besteht die Bereitschaft, seinen christlichen Mitmenschen in Europa „ein frohes Fest“ zu wünschen.

So hat Scheich Younus Kathrada, ein Imam aus Kanada, 2019 in einer Predigt vor muslimischen Jugendlichen in British Columbia gesagt, dass Muslime „beleidigt sein müssen“ durch den Glauben der Christen, anstatt ihnen zu ihren Feiertagen zu gratulieren. Dabei bezog er sich auf den Koran. Zu Weihnachten gratulieren sei schlimmer als Mord, so der “Gelehrte”.

Es gibt aber auch andere, versöhnlichere Meinungen. So zum Beispiel die kleine Republik Aserbaidschan (10. Mio. Einwohner) am Kaspischen Meer: Gerade einmal vier Prozent der Bevölkerung Aserbaidschans gehören der russisch-orthodoxen Kirche an. Mehrheitlich wird das Land von muslimischen Schiiten bewohnt. Trotzdem gratuliert die Staatsführung der christlichen Minderheit im Land zum Osterfest: “Ich spreche der christlichen Gemeinde in Aserbaidschan meine herzlichsten Glückwünsche zum Ostern aus! Ich wünsche jedem von euch gute Gesundheit, große Liebe, frohe Tage und eine glückliche Zukunft!“, teile die Erste Vizepräsidentin Mehriban Aliyeva auf ihrer offiziellen Instagram-Seite mit.

Foto-Quelle: Screenshot Instagram Vizepräsidentin Mehriban Aliyeva

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