Attentäter von Würzburg schuldunfähig

Wieder eine Einzeltat, ein Einzelfall, diesmal in Würzburg im Juni 2021: Ein Mann, barfüßig und eine FFP2-Maske tragend, griff mehrere Menschen mit einem Messer an. Seine Opfer waren weiblich, drei von ihnen starben.

Gezielt stach er in den Hals, Nacken und Rücken seiner Opfer ein und rief den Schlachtruf „Allahu Akbar“ (Gott ist groß).

Hätten mutige Passanten und Polizisten den Täter nicht überwältigt, wären vermutlich noch mehr Menschen verletzt worden oder gestorben.

Dass der Täter mit Namen Abdirahmen Jibril A. nun für „schuldunfähig“ erklärt wird, ist für Opfer, Angehörige und Bürger gleichermaßen nur schwer nachvollziehbar.

Zwei Sachverständige im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft kamen unabhängig voneinander zu dem Schluss, dass A. während der Tat „schuldunfähig“ gewesen sei. Er habe sich in einem Wahnzustand befunden, wodurch er als Mensch außer Kontrolle war.

So gibt es Zeugenberichte, wonach der Somalier Abdirahman A. am Tattag versucht habe, mit Vögeln zu reden. Daneben müssen jedoch auch andere Tatbestände gewürdigt werden. Nach Zeugenberichten hat der Täter „Allahu Akbar“ gerufen. Spielt das keine Rolle?

In einer Mitteilung des bayrischen Landeskriminalamts heißt es zur „Schuldunfähigkeit“: „Dies bedeutet nicht, dass seitens der ermittelnden Stellen Zweifel an der Täterschaft des Beschuldigten bestehen oder er unschuldig ist. Er befindet sich weiterhin in Haft, ist jedoch in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

Voraussichtlich könnte gegen A. ein sogenanntes Sicherungsverfahren vor dem Landgericht Würzburg folgen. Bei dem könnte es um die Unterbringung in einer Psychiatrie gehen.

Gleichzeitig besteht rechtlich theoretisch die Möglichkeit, dass A. nach § 53, 3b Aufenthaltsgesetz ausgewiesen werden könnte, da er eine schwere Straftat begangen hat und eine Gefahr für die Allgemeinheit oder die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland darstellt. Dies könnte auch dann gelten, wenn A. für „schuldunfähig“ erklärt ist.

Es bleibt abzuwarten, zu welcher Erkenntnis das Gericht gelangt. Fest steht: Nach dem Juni 2021 fanden weitere “Einzelfälle” statt.


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