Ausbildungsvergütungen steigen – „Handwerk hat goldenen Boden“

Die Frage der Berufswahl stellt viele Schülerinnen und Schüler jedes Jahr vor eine große Herausforderung. Nach welchen Kriterien wählt man seinen Beruf, der in der Regel einen Großteil des Berufslebens ausmacht. Eine Änderung des Berufes fällt in Deutschland schwer. Daher stehen viele jungen Menschen aktuell vor der „Qual der Wahl“.

Ein zentrales Auswahlkriterium stellt sicherlich die Ausbildungsvergütung dar. Grundsätzlich gilt jedoch für die angehenden Auszubildenden, dass für sie die Ausbildungsvergütung steigt. Damit beträgt die Mindestausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr 585 Euro monatlich. In vielen Lehrberufen liegt die Azubi-Vergütung auch im ersten Lehrjahr aber schon viel höher.

Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhielten alle Auszubildenden 2021 im Durchschnitt über alle Ausbildungsjahre tarifliche Vergütungen in monatlicher Höhe von 987 Euro brutto. Auszubildende in Westdeutschland erhielten 989 Euro. Im Osten Deutschland wurden die Auszubildenden durchschnittlich mit 965 Euro vergütet.

Das BIBB wertet die tariflichen Ausbildungsvergütungen jährlich zum Stichtag 1. Oktober aus. Dabei werden die Durchschnittswerte für 173 Berufe in West- und 115 Berufe in Ostdeutschland ausgewiesen.

Welche Azubis verdienen nun am meisten? 2021 erhielten die Zimmerer-Auszubildende im gesamtdeutschen Durchschnitt die höchsten tariflichen Ausbildungsvergütungen mit durchschnittlich 1.251 Euro im Monat.

Hohe Azubi-Vergütungen werden ebenso in den Berufen Fliesen-, Platten- und Mosaikleger mit durchschnittlich 1.221 Euro (Osten: 983 Euro) erzielt. Maurer werden mit durchschnittlich 1.215 Euro (Osten: 976 Euro) vergütet. Rohrleitungsbauer mit 1.210 (Osten: 1.029) sowie Straßenbauer (Industrie und Handel) mit durchschnittlich 1.208 Euro im Westen und 1.019 Euro im Osten.

Am schlechtesten bezahlt werden angehende Orthopädie-Schuhmacher mit vier Ausbildungsjahren und durchschnittlich 632 Euro im Monat. Im Osten verdienen die Orthopädie-Schuhmacher-Azubis dabei im Durchschnitt mit 733 Euro sogar über hundert Euro mehr.

Auch beim Friseur-Beruf werden Auszubildende eher schlecht bezahlt. Sie erhalten durchschnittlich 660 Euro im Westen und nur 415 Euro im Osten. Unterdurchschnittlich verdienen ebenso die Bodenleger mit 686 Euro (Osten: 688 Euro) sowie Parkettleger mit 688 Euro (ebenso im Osten: 688 Euro) sowie Raumausstatter mit 704 Euro (Osten: 698 Euro).

Tatsächlich muss der gewählte Beruf auch Freude bereiten, da schaut man sicherlich auch das eine oder andere Mal über eine geringere Ausbildungsvergütung hinweg. Nach wie vor gilt, dass das Handwerk „goldenen Boden“ verspricht.


Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt BLAULICHTBLOG mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf
DE60 2905 0101 0082 9837 19 (BIC: SBREDE22XXX), Empfänger: BREPRESS UG,
Verw.-Zweck: Spende Blaulichtblog. Vielen Dank!

Kommentar hinterlassen zu "Ausbildungsvergütungen steigen – „Handwerk hat goldenen Boden“"

Hinterlasse einen Kommentar