Autofahrer haben keine Lobby mehr

Frank-Christian Hansel, © Laessig

Alles soll immer für alle gelten und für alle möglich sein? Nach den Grünen ja, vor allem, wenn es sich um Flüchtlinge handelt. Da wird das allgemeine Menschenrecht zum universalen Bleibe-, Wohn- und Staatsbürgerrecht; Jeder, der es irgendwie nach Deutschland geschafft hat und jetzt hier lebt, ob legal oder illegal – soll mindestens den Sozialhilfesatz bekommen. So sieht es zumindest, aber eben nicht nur, die Grüne Jugend.

Einspruch zu dieser Gesinnung, die nichts anderes ist als eine Doppelmoral zu Lasten der hier schon länger Lebenden: Zum Beispiel in Sachen Mobilität: Wir sehen eine Entwicklung, bei der die Mobilität eingeschränkt werden soll, vorgeblich zum Klimaschutz. Das Recht auf „Autofahren für alle“ darf es nicht mehr geben. Verhaltensauffällige Kinder, die nicht zur Schule gehen wollen, erklären uns „Kraft eigener Wassersuppe“ was wir dürfen sollen und was nicht. Unterstützt werden sie dabei von Teilen der Wissenschaft, der Politik und der Meinungsindustrie. Abweichende Meinungen von bürgerlichen „Dissidenten“ werden diskreditiert und diffamiert.

Es ist pure Heuchelei, wenn dekadente Wohlstandseltern ihre Kinder mit dem SUV zur „Fridays for Future“-Demo chauffieren oder diese mit dem Flieger nach Glasgow einfliegen lassen, Grün wählen, die „Zeit“ abonnieren und sich an jeder Lichterkette gegen was auch immer beteiligen. Sie sind nämlich den Sorgen und Nöten der normal arbeitenden Bevölkerung, des sogenannten kleinen Mannes, enthoben. Wer Opel Corsa, Ford Fiesta oder VW Polo fährt oder bei dem es, wenn es hochkommt, für einen VW Golf reicht, kann sich vielleicht noch den Jahresurlaub auf „Malle“ leisten, aber nicht Bahamas oder Malediven.

Mit höheren Mineralölsteuern, CO 2 „Bepreisung“, dem Wegfall von Parkplätzen, der „Neuverteilung des Straßenraumes“ und wer weiß was noch alles, wird das Autofahren „für alle“ unmöglich. Extremistische Autohasser gefallen sich darin, Autofahrer, die zu schnell fahren oder falsch parken, zu kriminalisieren. Das eigene Auto ist nicht nur ein Stück individueller Lebensqualität, für Viele ist es schlicht ein Muss. Es entsprechend nutzen zu dürfen, sollte für alle materiell möglich bleiben.

Während die CDU sich die Autofahrer noch als melkbare Kuh erhalten will, wollen die Roten (in welcher Konstellation auch immer) mit den Grünen diese Kuh jetzt schlachten. Den „kleinen Leuten“ soll im Namen der Freitagskinder dabei ein gutes Gewissen vermittelt werden, wenn sie nicht mehr ins eigene Auto steigen. Sie sollen sich mit den „Öffis“ herumquälen, während die grünen Politikerkids in den teuren Citylagen mit dem Rennrad behelmt und auf breitem Fahrradstreifen ins Abgeordnetenhaus strampeln, ohne sich von der autofahrenden Pest behindert fühlen zu müssen.

Nein, so nicht. Autofahren für alle muss möglich bleiben. Parken und Autofahren darf kein unbezahlbarer Luxus für die „Oberen 10.000“ sein. Aber eine echte Lobby haben Autofahrer nicht mehr, auch der ADAC bzw. dessen Funktionärselite ist längst „gemainstreamt“. Die beste Lobby haben heute nur „Geflüchtete“.

Ein Gastbeitrag von Frank-Christian Hansel. Der Diplom-Politologe ist Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses für die AfD.


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