“Baldwin-Todesschuss” tatsächlich bloß ein Unfall?

Eine Kamerafrau wird erschossen, der Regisseur wird am Set eines Drehortes zu einem neuen Western schwer verletzt. Der Schütze ist ein international bekannter Hollywood-Schauspieler. Es handelt sich um Alec Baldwin.

Dieser feuerte aus einer Requisitenwaffe. Baldwin äußerte nach den angegebenen Schüssen: “Warum gebt ihr mir eine scharfe Waffe?

Medien und die Öffentlichkeit sprechen und echauffieren sich über einen von ihnen so bezeichneten “tragischen Unfall” am Filmset. Doch handelt es sich bei dem “Baldwin-Todesschuss” tatsächlich bloß um einem Unfall?

Ein Unfall ist ein plötzliches, zeitlich und örtlich bestimmbares und von außen einwirkendes Ereignis, bei dem eine natürliche Person unfreiwillig einen Körperschaden erleidet oder eine Sache unbeabsichtigt beschädigt wird“, soviel zur offiziellen Definition des Begriffes Unfall.

Sicherlich kann die sich ereignete Tat profan und schlicht als Unfall tituliert werden. Doch ist diese Einordnung bzw. Kategorisierung so ausreichend und damit korrekt?

An einem Filmset existiert extra ein “Waffenmeister“, der für die Requisitenwaffen ausschließlich verantwortlich zeichnet. Ergo: Es wird dafür gesorgt, dass mit Waffen sorgfältig und pflichtbewusst und -gemäß umgegangen wird. Das Ziel dieser Funktion: Die Vermeidung von Unfällen.

Die Aussage des Schützen Baldwin “scharfe Waffe” deutet maßgeblich darauf hin, dass der zuständige “Waffenmeister” seiner Sorgfaltspflicht offenkundig nicht nachkam.

Hier im Sinne der Opfer emotional und dramatisch auf eine Tragödie zu verweisen, greift extrem zu kurz. Hier haben die Ermittlungsbehörden noch akuten Klärungsbedarf.

Medien und Öffentlichkeit sind zu mehr Differenzierung aufgerufen.


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