Cannabis-Legalisierung: Ein riesen Markt steht zur Verfügung – Staat rechnet mit Milliarden Steuereinnahmen

Die neue Ampel-Regierung hat die Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken beschlossen. Dies löst vielerorts eine Goldgräberstimmung aus. Wer am Ende die Profiteure sind, das hängt von der gesetzlichen Ausgestaltung ab.

Als Medizin ist Hanf in Deutschland seit 2017 zugelassen. Jetzt ist vorgesehen, eine kontrollierte Abgabe durch lizenzierte Geschäfte umzusetzen. So wollen SPD, Grüne und FDP sicherstellen, dass die Qualität stimmt, die Produkte nicht verunreinigt sind und der Jugendschutz gewährleistet ist.

Ob Cannabis künftig nur in Apotheken zu erwerben ist oder auch in Kneipen, beim Tabakhändler und im Supermarkt, ist noch offen. Der Markt für Cannabis-Produkte ist riesig: Der Deutsche Hanfverband (DHV) schätzt die derzeit illegal konsumierte Menge auf jährlich 200 bis 400 Tonnen. Dies entspricht einem Wert von ungefähr 1,2 bis 2,5 Milliarden Euro. Der legale Markt für Medizinalcannabis verhält sich mit geschätzt 12,5 Tonnen im Jahr 2021 vergleichsweise eher übersichtlich.

Doch wer die weit größere Nachfrage nach Genuss-Hanf bedienen soll, ist noch völlig offen. Denn im Falle einer Legalisierung ist der deutsche Markt ganz auf die Produktion angewiesen. International darf nur medizinisches Cannabis gehandelt werden. Wer die begehrte Versorgung mit Genuss-Marihuana übernimmt, hängt noch vom Gesetzgeber ab – eine spannende Entscheidung. Denn: Wenn die Lizenzen günstig und leicht zu bekommen sind, dann werden viele kleine Unternehmen eröffnen und ein bunter Markt entsteht.  

Es werden in relevantem Umfang Arbeitsplätze entstehen. Um dies valide zu ermitteln, wurde die geschätzte Konsummenge in Deutschland auf die pro Tonne benötigte Logistik in Colorado umgelegt. Der US-Bundesstaat hatte Marihuana 2014 als erstes legalisiert. Um den deutschen Bedarf zu decken, bräuchte es demnach 27.600 zusätzliche Arbeitsplätze, die gemeinsam über 1,3 Milliarden Euro an Arbeitseinkommen erwirtschaften könnten.

Für die Berechnungen wurde eine Bruttoverkaufspreis von 10 Euro pro Gramm Cannabis veranschlagt, was in etwa den Straßenpreisen entspricht. Besonders wird der gesellschaftliche Nutzen betont: Durch die Legalisierung seien jedes Jahr über 4,7 Milliarden Euro Mehreinnahmen für den Staat möglich. Ein Schelm, wer politisch Böses bei der Cannabis-Legalisierung denkt!


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