CDU lernt nichts aus der Niederlage – Basis unbedeutend – Frauenquote kommt – CDU wird zur “Spinat-Partei”

Die CDU lernt nichts aus ihrer Niederlage bei der Bundestagswahl. „Top-Down“ ist das Problem der damit hierarchisch und nicht basisdemokratisch organisierten Partei. Gegen den Willen der Basis wurde Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr Nachfolger Armin Laschet in das Amt des CDU-Bundesvorsitzenden gewählt. Gegen die Basis wurde Armin Laschet und nicht Dr. Markus Söder (CSU) Kanzlerkandidat der Union. Das Ergebnis dieser vorstandsorientierten Entscheidung ist jedem bekannt, die CDU und CSU befinden sich in der Opposition ohne jedoch diese Aufgabe fundiert wahrzunehmen.

Jetzt kommt der neue CDU-Clou: Gegen den Willen der Basis soll eine Frauenquote eingeführt werden. Der aktuelle CDU-Vorsitzende will bis zum Bundesparteitag seiner Partei im September 2022 in Hannover (dort findet am 09.10.2022 eine Landtagswahl statt) für einen Kompromiss werben, der jedoch die Frauenquote beinhaltet.

Der Parteitag soll nach dem Willen Merz´ beschließen, dass Schritt für Schritt eine 50-Prozent-Quote ab dem Kreisvorstand aufwärts einzuführen ist. Beginnen soll es Anfang 2023 mit einem verpflichtenden Frauenanteil von 30 Prozent.

Pikant ist: Die Mehrheit der CDU-Kreisvorsitzenden lehnt die Frauenquote ab. Also agiert der CDU-Vorstand nebst seinem Präsidium gegen die Parteibasis. Besonders im Osten Deutschlands ist die Frauenquote unbeliebt. Ob die Basis sich das Vorstands-Gebaren gefallen lässt?

Für die Zukunft der CDU ist offenbar zu erwarten, dass diese – wie in linken Parteien üblich – eine Doppelspitze für den Parteivorsitz etablieren wird. Inhaltlich nähert sich die CDU schon jetzt den Grünen immer weiter an. Sie wird deswegen auch schon als „Spinat-Partei“ tituliert.

Um tatsächlich mit den Grünen homogen zu werden, bedarf es organisatorisch nur noch der Doppelspitze. Der Großteil der CDU-Mitglieder sind im Alter über 60 Jahre. Die jüngere Generation wird sich am Original orientieren. Das sind die Grünen.

Die CDU ist schon lange keine Volkspartei mehr. Das merken die Wähler schon jetzt, wenn sie die merkwürdige Oppositionsarbeit der Union betrachten.

Bürgerlich-konservative Wähler haben sich schon seit längeren Zeit von der sozialdemokratisierten „Spinat-Partei“ abgewandt. Diese zurückzuholen, wird Friedrich Merz nicht gelingen.

Am Ende noch eines: Frauenquoten bringen auch Quotenfrauen hervor. Dazu gibt es in den Reihen der CDU bereits jetzt zahlreiche Beispiele zu finden.


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