CDU-Minister Spahn rudert zurück – jetzt doch weiter Biontech-Impfungen – Regierung verspielt Vertrauen und Glaubwürdigkeit

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Freitag angekündigt, dass die Höchstabgabemenge des „Biontech-Impfstoff“ auf 30 Impfdosen pro Woche pro Arzt beschränkt werden soll. Der Hintergrund zu dieser Entscheidung stellt der drohende Verfall des „Moderna-Impfstoffes“ dar.

Auch für Impfzentren gilt diese Deckelung. Die Nachfrage nach dem Produkt von Biontech/Pfizer ist ungebrochen hoch. Das Produkt des Herstellers „Moderna“ wird von den zu impfenden Menschen deutlich weniger nachgefragt. Der Impfstoff „Biontech“ macht über 90 Prozent der Bestellungen aus.

Spahn entwarnt: „Es ist genug Impfstoff für alle anstehenden Impfungen da. Und beide Impfstoffe wirken. Wer die Chance hat, sich und andere mit einem der beiden Impfstoffe zu schützen, der sollte es auch tun.

Die Beschränkung der Auslieferung von „Biontech“ führte bei Helfern, Arztpraxen und in den Impfzentren zu viel Stress. Die Deckelung der Lieferungen des „Biontech-Impfstoffs“ bedeutet viel zusätzlichen Aufwand.  Darüber hinaus sind Prozesse und Abläufe neu zu planen und es muss gegenüber den Patienten eine deutlich erhöhte Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Heute nun rudert Minister Spahn zurück. „Alle vorhandenen Biontech-Dosen werden selbstverständlich auch ausgeliefert. Wir halten nichts zurück. Moderna ist ein guter, sicherer und sehr wirksamer Impfstoff.

Von Moderna stehen laut Jens Spahn (CDU) in den Lagern aktuell 16 Millionen Impfstoffdosen zur Verfügung. Bis zum Ende des Jahres 2021 seien es bis zu 26 Millionen Dosen. Für Biontech werden insgesamt 24 Millionen erwartet.

Wenn wir also davon ausgehen, dass wir 25 bis 30 Millionen Auffrischungsimpfungen bis zum Jahresende machen wollen, dann wird ein großer Teil dieser Impfungen – wenn gewünscht – auch mit Biontech stattfinden können“, prognostiziert Minister Spahn.

In der aktuell hocherhitzten Diskussion zwischen Geimpften und Ungeimpften ist ein vermittelndes und vertrauenswürdiges Argumentieren seitens der Bundesregierung unerlässlich.

Die Positionierung des Bundesgesundheitsministers erfüllt die Kriterien „Vertrauen schaffen“ und „glaubwürdig argumentieren“ in keiner Weise. Im Gegenteil, der Minister Spahn trägt weiterhin zu einer Verwirrung bei den Patienten, den zu impfenden Menschen in Deutschland, bei.

Der Bundesregierung stünde es gut zu Gesicht, den Menschen klar, deutlich und unmissverständlich die Fakten zu erklären. Ein Aspekt wäre zum Beispiel: „Liebe Bürgerinnen und Bürger, wir haben uns mit der Einschätzung geirrt, dass die bisher auf dem Markt verfügbaren Impfstoffe dauerhaft (und damit länger als sechs Monate) einen Infektionsschutz gewähren!“.

Diese Aussage entfällt komplett, die Regierung laviert sich durch das Thema „Corona-Impfung“.


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