CDU wählt neuen Vorsitzenden – Laschet wird Außenpolitiker – lässt neuer Vorsitzender Raum für eine neue politische Kraft zwischen CDU und AfD?

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) sucht in diesen Tagen einen neuen Vorsitzenden. 400.000 Mitglieder sind jetzt aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Ein Bundesparteitag im Januar 2022 soll den neuen Bundesvorsitzenden der CDU sodann wählen.

Zur Wahl stehen Prof. Dr. Helge Braun, Friedrich Merz und Dr. Norbert Röttgen. Das „Partei-Establishment“ ringt offenbar hinter den Kulissen darum, Friedrich Merz auch bei seiner dritten Kandidatur den Parteivorsitz zu verweigern. Am heutigen Sonntag äußert die geschäftsführende Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), sie empfehle Helge Braun zu wählen.

Kramp-Karrenbauer war Amtsvorgängerin des aktuellen Bundesvorsitzenden Armin Laschet. Laschet ist Abgeordneter des 20. Deutschen Bundestages. Er will die ganze Legislaturperiode Abgeordneter bleiben. Der Bundestag ist für ihn nicht neu, bereits von 1994 bis 1998 hatte er dem Bundestag als Abgeordneter angehört.

Dessen Tage im Amt sind gezählt. Seine Funktion als nordrhein-westfälischer Ministerpräsident hat er bereits abgegeben. Als nunmehr „Hinterbänkler“ im Deutschen Bundestag sucht er eine neue Aufgabe. Diese scheint er jetzt gefunden zu haben. „Ich werde im Auswärtigen Ausschuss arbeiten“, äußerte Laschet gegenüber Medien. „Das wird mein Schwerpunkt bleiben.“ Er habe sich als Ministerpräsident „mehr als vielleicht üblich“ mit internationalen Fragen beschäftigt.

 „Als Bevollmächtigter Deutschlands für die Beziehungen zu Frankreich habe ich die Bundesländer international vertreten“, informierte Laschet. „Besonders Israel und der Wandel in der arabischen Welt beschäftigen mich seit Jahren. An all das kann ich als Abgeordneter anknüpfen.

Welchen Kurs die CDU ab Januar 2022 einschlägt gilt als unsicher. Sollten die Konservativen in der CDU wiederholt nicht repräsentiert werden, so könnte eine Austrittswelle drohen. Stimmen aus der CDU äußern schon jetzt, dass zwischen der CDU und der AfD noch Raum für eine stabile konservative politische Kraft existiert.


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