China rückt Datensammlern auf den Leib

In China wird die Privatsphäre der Menschen durch Datenmissbrauch und Datenmisswirtschaft stark verletzt. Die Regierung in Peking verabschiedete nun ein Gesetz zur Regulierung des “Cyberspaces” (Gesetz zum Schutz persönlicherDaten). Die Daten der sich virtuell im Internet bewegenden Menschen soll so geschützt werden.

Formell soll das Gesetz soll am 1. November in Kraft treten. Chinesische Unternehmen werden dann Nutzerdaten sicherer speichern und die Zustimmung des Einzelnen einholen. Erst danach dürfen sie identifizierbare Informationen sammeln.

Das neue Gesetz schreibt jetzt vor, dass es einen “klaren und angemessenen Zweck für die Verarbeitung personenbezogener Daten” geben muss. Die Verwendung der gewonnenen Informationen sind dabei auf das zur Verwirklichung der Unternehmensziele “erforderliche Mindestmaß” zu beschränken.

Daneben wird in China am 1. September 2021 ein Datensicherheitsgesetz gelten, das Daten nach ihrem wirtschaftlichen Wert und ihrer Bedeutung für die nationale Sicherheit des Landes einordnen soll.

Offenbar scheinen Unternehmen in China Daten der Menschen in großem Stil zu sammeln. Diese werden kann aus monetären Gründen eingesetzt, um weiterhin die Profite zu maximieren.

Diesem Geschäftsgebaren rückt die chinesische Regierung nun auf den “Leib“. Ob es Erfolge zeigt, das wird sich zeigen.

Im Juli kündigte die chinesische Aufsichtsbehörde für den Cyberspace, die Cyberspace Administration of China (CAC), eine Untersuchung von Didi, einem chinesischen Ride-Hailing-Riesen, wegen angeblicher Verletzung der Privatsphäre der Nutzer an.


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