Chinesisches Unternehmen „Evergrande“ in wirtschaftlichen Schwierigkeiten – Erinnerungen an die Finanzkrise 2008 werden wach

Wirtschaftsexperten erinnern sich in diesem Tagen an das Jahr 2008. Dort begann mit der Insolvenz des Kreditinstitutes „Lehman Brothers“ in den USA die Finanzkrise. Diese hat nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt ökonomisch in Mitleidenschaft geführt. Jetzt scheint sich die „Geschichte“ zu wiederholen: Der chinesische Immobiliengigant „Evergrande“ weist Milliarden US-Dollar an Schulden aus.

An der Börse in Hongkong befindet sich die Aktie im fulminanten Abwärtstrend. Von diesem sind aktuell auch weitere Unternehmen der Finanz- und Immobilienbranche betroffen. Die Anleger befürchten mittlerweile sogar einen Zahlungsausfall des Unternehmens. Die Evergrande-Aktie brach zu Wochenbeginn um weitere 10,6 Prozent ein.

Evergrande“ hat Schulden von umgerechnet rund 256 Milliarden Euro angehäuft. Das Unternehmen ist jetzt gezwungen, rasch „frisches Kapital“ aufzutreiben, um seinen Verbindlichkeiten gegenüber den Gläubigern, Zulieferern und Banken nachzukommen.

Ein Angebot des Unternehmens an seine Anleger: Diese werden mit Immobilien entschädigt. Das Angebot richtet sich an Käufer von Vermögensverwaltungsprodukten des Unternehmens. Das Fehlverhalten mehrerer hochrangiger Manager wurde ebenso eingeräumt.

Zuletzt hatten Ratingagenturen die Bonitätsnote von „Evergrande“ mehrfach herabgestuft. Seit Januar 2021 brach der Aktienwert des Unternehmens um über 80 Prozent ein.

Finanzberater sollen nun “alle denkbaren Lösungen” prüfen, um die Liquiditätskrise zu überwinden.  Gleichzeitig existiert keine zuverlässige Garantie dafür, dass das Unternehmen seinen finanziellen Verpflichtungen am Ende nachkommen wird.


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