CSU-Generalsekretär Martin Huber: Plagiatsvorwurf gegen seine Doktorarbeit – Ludwig-Maximilians-Universität München überprüft – Söder angeschlagen

Am vergangenen Freitag wird der bayerische Landtagsabgeordnete Dr. Martin Huber zum CSU-Generalsekretär vom CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder gekürt.

Noch nicht einmal zwei Tage im Amt, hat der neue  CSU-Generalsekretär schon den ersten persönlichen Skandal. Es geht um seine Doktorarbeit. Plagiatsjäger Jochen Zenthöfer äußerte: „Mit dieser Arbeit hätte Herr Huber nicht promoviert werden dürfen!“. Allein auf den ersten 26 Seiten befänden sich insgesamt 25 Zitate ohne oder mit falscher Quellenangabe. Es lägen „eklatante Verstöße gegen die gute wissenschaftliche Praxis vor“.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag, Martin Hagen, forderte Huber auf, seinen Doktortitel vorerst nicht mehr zu führen. Huber selbst sagte der “BamS“, er habe seine Doktorarbeit „nach bestem Wissen und Gewissen erstellt“. Dennoch bitte er „aus Gründen der Transparenz” die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Arbeit erneut zu überprüfen.

Hubers Vorgänger im Amt, der ehemalige CSU-Innenstaatssekretär bei Innenminister Horst Seehofer (CSU) Stephan Mayer musste unlängst nach nur zwei Monaten im Amt des CSU-Generalsekretärs zurücktreten. Er drohte einem Journalisten, diesen „vernichten“ zu wollen. Der Journalist veröffentlichte Details über das Privatleben Mayers. Dieser solle einen achtjährigen Sohn haben, für diesen nicht zahlen und ihn in der Öffentlichkeit verleugnen.

Der CSU-Vorsitzende Dr. Markus Söder hat kein glückliches Händchen bei seiner Personalauswahl. Es bleibt abzuwarten, wie lange Martin Huber im Amt bleibt. Für die Planung und Organisation des bayerischen Landtagswahlkampfes stehen die personellen Voraussetzungen nicht gut.

Markus Söder gilt in der Öffentlichkeit bereits jetzt als angeschlagen. Die Startposition für die Landtagswahl, in der die CSU traditionell hohe Prozentwerte einfährt, ist denkbar ungünstig. Der Plagiatsvorwurf gegen den CSU-Generalsekretär Huber schlägt noch einmal richtig ins Kontor.


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