Dänemark belebt Tante-Emma-Läden

In den vergangenen Jahrzehnten sind deutschlandweit immer mehr kleine Läden auf „dem platten Land“ geschlossen worden. Die Umsätze waren einfach zu gering, zudem rationalisierten die Handelsketten und sparten Mieten und Personalkosten ein. Die Landbewohner mussten nun längere Wege zum Einkaufen hinnehmen. Insbesondere für ältere Menschen, die mobilitätseingeschränkt sind, wurde diese Entwicklung zu einem großen Problem.

Auch in den skandinavischen Ländern war diese Entwicklung zu beobachten. Deshalb sucht man unter anderem in Dänemark nun nach Alternativen. Der dänische Handelskonzern Dagrofa hat beispielsweise 100 Läden in strukturschwachen Kreisen neu eröffnet. Lohnen würde sich so etwas allerdings nur bei einer Mindesteinwohnerzahl von mindestens 600. Die betroffene Ortsgemeinschaft muss deshalb zuvor selbst Geld in die Hand nehmen und investieren. Im Klartext heißt das: Ohne finanzielle Beteiligung gibt es keinen Laden vor Ort. Die Idee stammte von der süddänischen Universität in Esbjerg. Professor Egon Noe vom Zentrum für Landdistriktforschung: „Historisch gesehen gibt es etliche Beispiele von Ortschaften, die Geld gesammelt haben, um ein Geschäft auf die Beine zu stellen. Daher denke ich sicher, dass es machbar ist. Ich halte es auch für eine gute Initiative“.


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