Dänemark und Österreich einig in der Asylpolitik

Die Innenminister Dänemarks und Österreichs, Mattias Tesfaye (Sozialdemokraten) und Karl Nehammer (ÖVP), erzielten bei einem Treffen in Kopenhagen große Übereinstimmung. Tesfaye: „Das europäische Asylsystem ist kaputt“. In Wien scheiterte gerade der Versuch der SPÖ, den Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft „zu erleichtern“. Nehammer: „Dänemark führt das Asylrecht wieder auf den ursprünglichen Gedanken der Genfer Flüchtlingskonvention zurück. Recht auf Schutz vor Verfolgung, aber kein Recht, sich das Land, in dem man leben will, auszusuchen“. Tesfaye seinerseits kritisierte den Umgang seiner deutschen und österreichischen Genossen mit ungebetenen Gästen: „Die Verleihung der Staatsbürgerschaft kann nur ganz am Ende eines Integrationsprozesses stehen“.

Vor wenigen Tagen hatte es der deutsche Bundespräsident Walter Steinmeier für richtig gehalten, bei einem Staatsbesuch in Dänemark die dänische Politik zu bepöbeln. Steinmeier sollte sich auf die repräsentativen Aufgaben beschränken, die sein Amt eigentlich vorsehen. Deutschland ist ansonsten auf dem besten Wege, sich international zu isolieren.


Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt BLAULICHTBLOG mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf
DE60 2905 0101 0082 9837 19 (BIC: SBREDE22XXX), Empfänger: BREPRESS UG,
Verw.-Zweck: Spende Blaulichtblog. Vielen Dank!

Kommentar hinterlassen zu "Dänemark und Österreich einig in der Asylpolitik"

Hinterlasse einen Kommentar