Das planen Scholz und Baerbock nach der Wahl

Es soll keiner nach der Bundestagswahl sagen, er hätte es nicht besser gewusst. Das sind die politischen Ziele von Sozialdemokraten und Grünen.

SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz plant:

  1. EINKOMMENSTEUER: Gutverdiener höher besteuern, Menschen mit geringem Einkommen entlasten. Beispiel: Ein Geringverdiener (Bruttojahresgehalt 25.000 Euro) würde mit der SPD 64 Euro im Jahr sparen. Eine alleinerziehende Mutter (50.000 Euro/Jahr) rund 113 Euro. Ein Single hingegen mit sehr hohem Einkommen (150.000 Euro) müsste 1.940 Euro mehr zahlen.
  2. GRUNDFREIBETRAG: Am steuerfreien Grundfreibetrag (2022: 9.984 Euro) bleibt stabil.
  3. SPITZENSTEUERSATZ: Soll von aktuell 42 Prozent auf 45 Prozent steigen. Singles sollen erst ab 100.000 Euro Jahresbrutto, Verheiratete ab 200.000 Euro den Spitzensatz zahlen. Einkommen ab 250.000 Euro (Paare: 500.000 Euro) zahlen zusätzlich drei Prozent “Reichensteuer“.
  4. SOLI: Spitzenverdiener sollen ihn weiter bezahlen.
  5. VERMÖGENSSTEUER: Wiedereinführung, wer ein Vermögen von mehr als zwei Millionen Euro (auch Immobilien oder Gold) besitzt, soll pauschal mit einem Prozent im Jahr besteuert werden, ab einer Milliarde Euro sollen zwei Prozent fällig werden.
  6. ERBSCHAFTSSTEUER: Unternehmens-Erben sollen belastet werden.
  7. MEHRWERTSTEUER: In der Gastronomie soll dauerhaft der Mehrwertsteuersatz (Umsatzsteuer) von 7 Prozent gelten (früher: 19 Prozent).

Die grüne Annalena Baerbock plant:

  1. EINKOMMENSTEUER: Keine großen Steuererleichterungen, aber Gering- und Normalverdienern etwas entlasten. Ein Alleinerziehender mit geringem Einkommen (25.000 Euro/brutto) zahlt im Jahr 98 Euro weniger. Ein Ehepaar (80 000 Euro, zwei Kinder) spart 196 Euro Steuern.
  2. GRUNDFREIBETRAG: Soll angehoben werden. Höhe ist unbekannt.
  3. SPITZENSTEUERSATZ: Der bisherige Spitzensteuersatz in Höhe von 42 Prozent (ab 58.000 Euro) soll ab einem Einkommen ab 100 000 Euro im Jahr künftigt 45 Prozent, ab einem Einkommen ab 250 000 Euro 48 Prozent betragen.
  4. SOLI: Für Spitzenverdiener beibehalten.
  5. VERMÖGENSSTEUER: Ab einem Vermögen von zwei Millionen Euro (dazu zählen auch Immobilien oder Gold) soll an den Fiskus jährlich ein Prozent fließen.
  6. ERBSCHAFTSTEUER: Hier bleiben die Grünen unkonkret.
  7. MEHRWERTSTEUER: Halten grundsätzlich an den Mehrwertsteuersätzen fest. Eine Steuersenkung für Fahrradreparaturen auf sieben Prozent sind im Gespräch.

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