Den Mut haben, Ross und Reiter zu benennen

Jan Timke

In der vergangenen Woche erlebten wir in ganz Deutschland einen hasserfüllten Ausbruch von Antisemitismus, der fatal an das dunkelste Kapitel unserer Geschichte erinnerte. Demonstranten zumeist arabischer Herkunft marschierten grölend durch die Straßen vieler Städte, skandierten judenfeindliche Parolen und griffen Synagogen sowie Polizisten an.

Angesichts dieser verstörenden Ereignisse gab das öffentlich-rechtliche Fernsehen einmal mehr ein beschämendes Bild ab. Bei ANNE WILL, dem Talkshow-Flaggschiff der ARD, waren am vergangenen Sonntag nicht etwa die anti-jüdischen Proteste Thema der Diskussion, sondern einmal mehr die Corona-Pandemie. Und die Redaktion der „Tagesschau“ entblödete sich nicht, in einem Facebook-Posting allen Ernstes zu behaupten, dass man nicht wisse, ob die Attacken auf jüdische Gotteshäuser in Deutschland tatsächlich von arabischstämmigen Migranten oder nicht doch von Rechtsradikalen verübt worden seien. Mehr Realitätsverweigerung geht nicht!

Für mich steht fest: Antisemitismus darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben! Und wir müssen den Mut haben, Ross und Reiter beim Namen zu nennen: In Deutschland gibt es nicht nur rechten, sondern eben auch einen durch muslimische Zuwanderung importierten Antisemitismus. Vor dieser Tatsache haben die Vertreter der etablierten Parteien zu lange die Augen verschlossen. Viele tun es bis heute. Beispielsweise verniedlichte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) die Teilnehmer an den anti-jüdischen Protesten kürzlich als „erlebnisorientierte Männer“.

Der Staat muss konsequent gegen antisemitische Propaganda und Hetze vorgehen, egal aus welcher Ecke sie kommt! Und er darf auch nicht davor zurückschrecken, diejenigen Migranten des Landes zu verweisen, die jüdische Mitbürger und ihre Einrichtungen attackieren.

Ein Gastbeitrag von Jan Timke. Er ist Bremer Landtagsabgeordneter der Wählervereinigung BÜRGER IN WUT.


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