Der BLAULICHTBLOG Geld-Tipp: Holen Sie sich die Kontogebühren zurück!

In einem spektakulären Bankenurteil hat der Bundesgerichtshof kürzlich die Erhebung von Kontoführungsgebühren für rechtswidrig erklärt. Jetzt besteht für jeden Kunde die Möglichkeit, sich die zu Unrecht erhobenen Gebühren zurückzufordern.

Das Gericht argumentierte, dass das Schweigen als Kunde keine Zustimmung zu einer Gebührenerhöhung der Banken darstellt. Die Verbraucher können deshalb die erhöhten Gebühren rückwirkend seit 2018 zurückfordern.

Die Kreditinstitute wissen ganz genau, dass das Urteil die bisherigen Klauseln zur Änderung von Geschäftsbedingungen unwirksam macht (BGH-XI-ZR-26-20). Viele Banken spekulieren allerdings darauf, das zu Unrecht eingesammelte Geld behalten zu können: Indem das Urteil „ausgesessen“ wird. Denn schon in der Vergangenheit haben Kundinnen und Kunden nach Urteilen des Bundesgerichtshofs ihre Ansprüche oft nicht geltend gemacht. Darauf setzen die Kreditinstitute auch diesmal.

Und erwarten Sie bitte nicht, dass Sie als Kunde von den Banken informiert und Ihnen die zu Unrecht abgezogenen Beträge zurückerstattet werden. Die Geldinstitute spielen auf Zeit und Hoffen auf Ihr Wohlwollen und das Vergessen. Als Kunde sollten Sie sich aber nichts vormachen lassen. Sie können alle Preiserhöhungen infrage stellen, seitdem Sie Ihr Kontomodell gewählt haben. Oder seit Sie ein Depot oder einen Sparvertrag bei Ihrer Bank eröffnet haben. Auch wenn das Jahrzehnte her ist. Lassen Sie nicht locker, denn es ist Ihr Recht!

Bei durchschnittlich 4,00 Euro Kontoführungsgebühren pro Monat seit dem 1. Januar 2018 würde die Rückerstattung immerhin 168,- Euro betragen. Natürlich zuzüglich Zinsen. Den Brief können Sie als „Einschreiben/Einwurf“ an Ihre Hausbank versenden, dann haben Sie einen Nachweis der Geltendmachung. Führen Sie einfach das Aktenzeichen des BGH-Urteils (XI-ZR-26-20) in Ihrem Schreiben an. Und informieren Sie auch andere Familienangehörige über die Rückzahlungsmöglichkeiten. Bis spätestens 31. Dezember 2021 können Sie zu Unrecht erhöhte Gebühren seit 2018 zurückfordern.

Natürlich werden die Banken in absehbarer Zeit die Gebühren wieder erhöhen – rechtssicher, versteht sich! Allerdings können Sie dann zu einer Bank wechseln, die preiswerter ist und den Kunden wieder in den Mittelpunkt stellt.


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