Der Blockwart von der Druckpresse

Dem deutschen Einzelhandel steht wegen der anhaltenden Corona-Krise und die restriktiven Maßnahmen der Bundesregierung das Wasser bis zum Hals. Da „freuen“ sich die Geschäftsleute über Denunzianten aus dem Bereich der gedruckten Meinung, die noch Öl ins Feuer gießen.

Beim Berliner Tagesspiegel fiel dem Schreiberling Lorenz Maroldt auf, dass bei der exklusiven Berliner Feinkost-Kette „Butter Lindner“ (37 Filialen in Berlin, 8 in Hamburg, 1 in Potsdam) in der Filiale in Berlin-Schöneberg ein Kunde ohne Maske das Geschäft betrat und sogar bedient wurde. Ein anderer Kunde (vielleicht Herr Maroldt selbst?) beklagte sich anschließend und wurde dann förmlich: nach § 4 (2) 4 InfSchMV sei das doch ganz klar geregelt: „Eine FFP-2-Maske ist in geschlossenen Räumen zu tragen von Kundinnen und Kunden in Einzelhandelsgeschäften aller Art.

Unverrichteter Dinge musste der Denunziant anschließend von dannen ziehen. Eine Nachfrage beim Kundendienst von „Butter Lindner“ brachte folgendes Resultat: „Vielen Dank für Ihre E-Mail. Wir freuen uns, dass wir Sie zu unseren Kunden zählen dürfen. Die Sicherheit unserer Kunden liegt uns sehr am Herzen und hat den höchsten Stellenwert für uns. Wenn Kunden ohne Maske den Laden betreten, müssen wir davon ausgehen, dass sie ein ordnungsgemäßes Befreiungsattest haben, da wir zur Kontrolle aus Gründen des Datenschutzes nicht berechtigt sind. Wir halten uns hier ganz klar an die Vorgaben der Gesetzgebung, und da wir Lebensmittel anbieten, dürfen wir eine Bedienung nicht untersagen. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben uns zu schreiben und herzliche Grüße.“

Na so was! – Maroldt drohte im Tagesspiegel, er werde weiter in der Angelegenheit berichten. Vielleicht hat er auch nur seinen Beruf verfehlt. Eine Bewerbung beim Ordnungsamt könnte zielführend sein. Da hätte er beim Aufschreiben von Parksündern ein reiches Betätigungsfeld.


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