Deutschland und Europa verschlafen die wirtschaftliche Zukunft – das chinesische Projekt „Neue Seidenstraße“

Während in Deutschland der linksgrüne politische Fokus auf Gendersternchen, Pop-up-Radwege, autofreie Städte und „wir-retten-mal-das-Weltklima“ gelenkt wird, kümmern sich andere Teile der Welt um die zentralen und wichtigen Fragen des Lebens. So setzt etwa China sein wirtschaftliches Megaprojekt „Neue Seidenstraße“ konsequent und von Deutschland nahezu unbemerkt um. In China werden ungefähr 80 Prozent der Logistikaufträge für die Seidenstraße an heimische Logistikunternehmen vergeben. Deutschland und Europa guckt in die Röhre – wieder einmal!

Im Westen wurde die „Belt and Road Initiative“ 2013 von Xi Jinping als weltumspannendes Infrastrukturnetzwerk vorgestellt, das mit Straßen, Eisenbahnen, Flug- und Seehäfen Asien, Europa und Afrika wirtschaftlich enger miteinander verzahnen und Handelsströme initiieren soll. Das auch als „Neue Seidenstraße“ bekannte Projekt verläuft von China aus über Zentral- und Westasien bis nach Europa. Zudem besteht eine maritime Verbindung, die durch das Südchinesische Meer, den Indischen Ozean und das Mittelmeer führt. In den Ländern Georgien, Armenien, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan und findet bereits heute reger Handel und ein grenzüberschreitender Austausch statt. Der Duisburger Hafen ist als Endpunkt der “Neuen Seidenstraße” markiert. Durch die Verbindung zu China lief das vergangene Jahr für den größten Binnenhafen Europas sehr erfolgreich.

Nur sehr wenige EU-Unternehmen profitieren von Aufträgen im Rahmen der Initiative “Neue Seidenstraße“. Chinas Projekt ist bislang ein Projekt von den Chinesen für die Chinesen. Für die europäischen Unternehmen tritt große Ernüchterung ein. Gerade 20 Unternehmen waren in dieses Projekt eingebunden. Europäische Unternehmen haben das Projekt schlicht verschlafen. Nur 15 Prozent der europäischen Unternehmen gaben an, sich überhaupt auf ein Seidenstraßen-Projekt beworben zu haben. Profiteure sind bislang vor allem chinesische Stahl-, Bau- und Transportunternehmen.

Beim Konzept der „Neuen Seidenstraße“ geht es vor allem um neue Märkte. Diversifizierung wird benötigt aus chinesischer Sicht – sie brauchen Europa. Also überqueren chinesische Produkte den eurasischen Kontinent. Es gehe dabei zuvorderst um mehr Märkte für China. Parallel wird so auch zum Wachstum der Weltwirtschaft beigetragen.

Das seit 2018 existierende europäische Gegenstück zur „Neuen Seidenstraße“ die „EU-Asien-Konnektivitätsstrategie“ ist kaum bekannt. Schlimmer noch, es spielt aktuell in der Welt nur eine untergeordnete Rolle.

Insgesamt verschläft Europa und damit auch Deutschland aktuell auf die Zukunft bezogen monetär wichtige Absatzchancen und Märkte. Die junge Generation wird dies zu spüren bekommen. Aber wie heißt es so schön im sozialdemokratisch-links-grünen Deutschland: Wir sind Moralweltmeisters, Gutmenschen und Welterklärer. Wir nehmen die Welt in Deutschland auf. Deshalb sind Themen wie Gendersternchen, Pop-up-Radwege, autofreie Städte und „wir-retten-mal-das-Weltklima“ ja so bedeutsam. Wenn es nicht so traurig wäre, dann müsste man laut lachen. Aktuell wird ein Teil der ökonomischen Zukunft verpennt.


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