Die AfD muss zur Geschlossenheit finden

Frank-Christian Hansel, © Laessig

Das Ergebnis der Wahlen zum Deutschen Bundestag und zum Berliner Abgeordnetenhaus hat den einen oder anderen enttäuscht. Auf Bundesebene haben die Parteien Erfolg gehabt, denen es gelang, interne Streitigkeiten – obwohl durchaus und teilweise auch massiv vorhanden – nicht öffentlich auszutragen.

Die FDP hatte scheinbar keine Differenzen und trat – mit Lindner als klarem Chef – geeint im Wahlkampf auf. Die Wähler haben das im Bund mit einem Zugewinn belohnt. Auch die Grünen und die SPD haben es trotz offenkundiger Rivalitäten (Baerbock versus Habeck) und inhaltlicher Unterschiede (Scholz versus Eskens und Kühnert) verstanden, geschlossen aufzutreten. Bei der eklatanten Schwäche der Konkurrenten gelang es der schon totgesagten SPD, mit ihrer rein auf Scholz zugeschnittenen Kampagne nochmals ins Ziel zu gelangen.  

Bei CDU/CSU und den zur LINKEN mutierten Kommunisten traten Rivalitäten im Wahlkampf ganz offen zutage. Man denke nur an die verbalen Tritte des gekränkten Söders gegen das Schienbein des Kanzlerkandidaten Armin Laschet. Die LINKE leistete sich gar ein Parteiordnungsverfahren gegen ihre populärste Frontfrau, Sahra Wagenknecht.

Auch in der AfD war in den vergangenen Wochen hinsichtlich eines geschlossenen Auftretens durchaus noch „Luft nach oben“.

Während des zweiten Corona-Lockdowns las ich– sonst kommt man ja leider nicht dazu – nach langen Jahren nochmal den Klassiker „Die Drei Musketiere“ von Alexandre Dumas. Ja, die AfD muss zur Geschlossenheit finden und diesbezüglich deutlich professioneller werden. Wir müssen, wie einst D´Artagnan, Athos, Porthos und Aramis, nach außen gemeinsam streiten: Für unsere gemeinsamen richtigen Inhalte und klaren Überzeugungen, die unser einziges Kapital sind, um beim heutigen Souverän, dem Wähler, so wie im Roman einst beim König, das notwendige Vertrauen zu schaffen, um für Deutschland und die Deutschen die Zukunft wirksam mitgestalten zu können.

Ein Gastbeitrag von Frank-Christian Hansel. Der Diplom-Politologe ist Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses für die AfD.


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