Die „Geheimarmee“ des Pentagon

Laut einer jahrelangen Recherche der US-amerikanischen „Newsweek“ unterhält das Pentagon eine fast 60.000 Mann starke „Geheimarmee“, deren Mitglieder im In- und Ausland aktiv sind und sowohl unter ziviler Tarnung als auch ganz offen als Militärs agieren. Der neueste und am schnellsten wachsende Teil dieser „Geheimarmee“ ist weitgehend online tätig. Es handelt sich dabei um auf dem neuesten technischen Stand stehende „Cyberkämpfer“ und/oder „Nachrichtensammler“, die mit gefälschten Identitäten und moderner Verschleierungstechniken arbeiten.

Sie werden mit am Rande der Legalität erworbenen Geldern (z.B. Ölschmuggel und der Handel mit Spionagetechnik) finanziert und unterliegen deshalb so gut wie keiner offiziellen politischen Überwachung. Die Geschäfte laufen gut, weil die beteiligten Kaufleute und Anwälte letztlich unter militärischem Schutz stehen. Ob derartige Geschäfte und wenn ja, in welchem Umfang, auch mit deutschen Geschäftspartnern geschlossen werden (ggf. sogar ohne deren Hintergrundwissen), kann noch nicht gesagt werden, Die offenbar hohe Zahl dieser im Graubereich angesiedelten Beschaffungsaufträge ist nicht bekannt, die Enthüllungsplattform „Wikileaks“ sprach allerdings alleine auf das Jahr 2018 bezogen von rund 16.000 Einzelaufträgen. Dabei sei es u.a. um Spionagekameras sowie Soft- und Hardwarelösungen für „die forensische Untersuchung von Mobiltelefonen“ gegangen.

Der Artikel ist zuerst in den Vertraulichen Mitteilungen erschienen. Wir danken dem Verlag Arbeit und Wirtschaft für die Veröffentlichungsgenehmigung.


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