Die „Völkerfreundschaft“ im Portrait

Was das Traumschiff und die dazu passende ZDF-Serie in Westdeutschland war, das stellte die „Völkerfreundschaft“ in der DDR für die dort lebenden Menschen dar. Zusammen mit der „Fritz Heckert“, dem einzigen Neubau eines Kreuzfahrtschiffes für die DDR, wurde die „Völkerfreundschaft“ ab 1960 eingesetzt. Von 1946-1960 fuhr sie als „Stockholm“ für eine schwedische Reederei. Sie war das Traumschiff der „werktätigen Bevölkerung“ der DDR und für manche wurde dieser Traum auch Realität.

Die „Völkerfreundschaft“ wurde nicht in der DDR gebaut, sondern am 3. Januar 1960 aus Schweden angekauft. Als „Stockholm“ hatte das Schiff bei einem unglücklichen Zusammenstoß die „Andrea Doria“ versenkt. Bei einer Reise in das Schwarze Meer nutzten zahlreiche Passagiere der „Völkerfreundschaft“ beim Passieren von Bosporus und Dardanellen die Gelegenheit zur „Republikflucht“. Außerdem nutzt ein Passagier der „Völkerfreundschaft“ ein Zusammentreffen mit der bundesdeutschen Korvette „Najade“ im April 1968 zur Flucht.

1985 verkaufte die DDR das Schmuckstück sozialistischer Prägung. Später wurden die Teilnehmer der Castingshow „Germanys Next Top Model“ auf dem Schiff untergebracht.

Das Magazin Schiffe Menschen Schicksale befasst sich in seiner aktuellen Ausgabe mit dem Urlaubsschiff der DDR. Erhältlich ist das Blatt für 5,90 Euro an jedem gutsortierten Kiosk oder direkt beim Verlag:

SMS Verlag für Marinegeschichte UG
Postfach 332150
14180 Berlin
Tel. 0171 74 66 000


Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt BLAULICHTBLOG mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf
DE60 2905 0101 0082 9837 19 (BIC: SBREDE22XXX), Empfänger: BREPRESS UG,
Verw.-Zweck: Spende Blaulichtblog. Vielen Dank!

Kommentar hinterlassen zu "Die „Völkerfreundschaft“ im Portrait"

Hinterlasse einen Kommentar