dieBasis Sachsen wählt Landesvorstand und stellt Bundestagsliste auf

Seit Beginn der Corona-Krise gibt es zahlreiche Vereinigungen und Organisationen, die sich den freiheitsbeschränkenden Corona-Maßnahmen der Bundesregierung entgegenstellen. Die Pandemie hat zu unzähligen Vernetzungsaktionen und Neugründungen geführt, wie „Widerstand2020“, „Wir2020“ oder „Aufwachen2020“, aber auch „Widerstand Deutschland“ oder „Team Freiheit“. Einige sind untereinander zerstritten oder haben sich die Aktiven untereinander abgeworben. Eine Formation ist allerdings auf Erfolgskurs: Die „Basisdemokratische Partei Deutschland” (dieBasis).

Diese Querdenker-Partei ist im Juli 2020 im Umfeld der Proteste gegen die grundrechtseinschränkenden Schutzmaßnahmen wegen der COVID-19-Pandemie gegründet worden und verfügt eignen Angaben zufolge bereits über 15.000 Mitglieder. Im März 2021 trat „dieBasis“ erstmals zur Landtagswahl in Baden-Württemberg an und erreichte in dem Flächenland immerhin 48.497 Stimmen, was ein Prozent entspricht.  

Prominentester Sympathisant der Partei ist der Schauspieler Volker Bruch, der sich bereits an der Protestaktion „#allesdichtmachen“ (Blaulichtblog berichtete hier) beteiligt hatte. „dieBasis“ verfügt über 16 Landesverbände und kandidiert bei der Landtagswahl am 6. Juni in Sachsen-Anhalt. Das Ergebnis wird mit Spannung erwartet, denn in Mitteldeutschland ist die Wählerbindung an die etablierten Parteien traditionell nicht sehr hoch und daher sind Überraschungen durchaus möglich. Aber auch zur Bundestagswahl will die esoterisch angehauchte Partei antreten.

Gestern nun hielt der Landesverband Sachsen seinen ersten Landesparteitag in der Festhalle von Plauen ab. Von den 475 sächsischen Mitgliedern kamen 109 Parteigänger zusammen, um über Satzungsänderungen und Personalien abzustimmen. Der Spitzenkandidat für die Landesliste zur Bundestagswahl, Christoph Heinritz-Bechtel, formulierte dort die ambitionierten Ziele der Partei: „Wir sind eine gesellschaftliche Bewegung, die als zentrales Anliegen nichts Geringeres hat, als einen grundsätzlichen Wandel in der Politik herbeizuführen, hin zu einer Basisdemokratie, die den Willen der Wähler im aktuellen Geschehen umsetzt.“

Auch der Landesvorstand wurde neu bestimmt. David Murcek wurde zum Vorstandsvorsitzenden gewählt, Simone Wagner zu seiner Stellvertreterin. Schatzmeisterin wurde Michaela Rubrecht, zu ihrem Stellvertreter wurde Marco Korbella gewählt. Die Partei hat für die Bundestagswahl in jedem sächsischen Wahlkreis Kandidaten nominiert sowie eine Landesliste mit 15 Kandidaten aufgestellt.

(Foto-Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Basisdemokratischeparteideutschlands_logo.svg#/media/Datei:Basisdemokratischeparteideutschlands_logo.svg)


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