EILMELDUNG: Kurt Biedenkopf ist tot

Der Juraprofessor und CDU-Spitzenpolitiker Kurt Biedenkopf ist mit 91 Jahren im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen. Dies teilte die Sächsische Staatskanzlei am heutigen Freitag im Auftrag der Familie mit.

Biedenkopf war eine streitbare und prägende Person innerhalb der CDU. 1973 wurde Kurt Biedenkopf zunächst CDU-Generalsekretär unter dem Vorsitzenden Dr. Helmut Kohl. Bald jedoch entwickelt er sich zum Rivalen Kohls, weshalb seine Karriere in den 1980er Jahren zunächst beendet schien.

Erst mit der Wende und dem Bitten von Lothar Spät ging Prof. Biedenkopf nach Sachsen, um dort das Amt des Ministerpräsidenten anzustreben. Dieses führte er drei Legislaturperioden (1990 – 2002) mit einer absoluten Mehrheit aus. Gemeinsam mit seiner Frau wollte er „dem Land dienen“. In Sachsen wurde Biedenkopf von den Menschen „König Kurt“ tituliert.

Kein rühmliches Ende fand seine sächsische politische Karriere. Affären wie die um Rabattkäufe beim Möbelhaus Ikea beschleunigten seine Demission. Zuvor war der Konflikt um seine Nachfolge offen ausgebrochen. Kurt Biedenkopf unterlag in einem parteiinternen Machtkampf seinem früheren Finanzminister Georg Milbradt.


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