Erfolgsregisseur wegen angeblicher Vergewaltigung vor Gericht

Nach dem Fernseh-Meteorologe Jörg Kachelmann und der Causa Gina-Lisa Lohfink droht nun auch Dieter Wedel zu einem Opfer wild gewordener “#MeToo-AktivistInnen“ zu werden. Die fast unbekannte Schauspielerin Jany Tempel behauptet, von dem Erfolgsregisseur Wedel vergewaltigt worden zu sein. Tempel durfte 1996 bei Wedel für eine Rolle in „Der König von St. Pauli“ vorsprechen, aber er besetzte die Rollen mit anderen Schauspielern. Nun, 25 Jahre später, behauptet Tempel, damals von Wedel vergewaltigt worden zu sein. Wenn Wedels Ruf als Frauenheld auch nur zur Hälfte stimmt, warum hätte er eine offensichtlich mindertalentierte Schauspielerin vergewaltigen sollen? Und einmal angenommen, er hatte es getan: Warum sollte er sein Opfer anschließend verschmähen? Würde es dann nicht mehr Sinn ergeben, Tempel mit einer Rolle in seinen Filmen “zum Schweigen zu bringen”? Dann wäre der Vorwurf zumindest logisch. Ein Auftritt in den Erfolgsproduktionen von Dieter Wedel hätte der Karriere Tempels sicherlich einen Schub gegeben. Stattdessen fristete sie ein trostloses Dasein in Rollen vornehmlich beim „Staatsfunk“, an die sich heute kaum noch jemand erinnert. 

Erfolgreiche Darstellerinnen wie Sonja Kirchberger (Der König von St. Pauli) und Elisabeth Lanz (Tierärztin Dr. Mertens) verteidigten Wedel. Lanz: „Ich kann mir die beschriebenen Szenarien bei Herrn Wedel nicht vorstellen. (…) Es riecht nach niedrigen Beweggründen (…)“

Will sich Tempel nachträglich dafür rächen, dass sie damals die Rolle in „Der König von St. Pauli“ nicht bekam? Jany Tempel setzt scheinbar auf Mitleid und Geldgebefreudigkeit linker Kulturschaffender. Um einen Anwalt engagieren zu können, ging sie „mit dem Hut rum“ und sammelte Spenden. Simon Verhoeven, Jasmin Tabatabai, Tina Ruhland, Claus Theo Gärtner und Anika Decker wurden als „Stars“ benannt, die ihr Geld gaben. Weiter dankte sie Natalia Wörner (Lebensabschnittsgefährtin des Bundesaußenministers Heiko Maas), Ulrike Folkerts und Anderen. Die frühere Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) beteiligte sich indirekt an der Treibjagd gegen Wedel und forderte „Aufklärung“ von ihm. Die linke Schauspielerin Iris Berben ebenfalls: “Herr Wedel hatte damals schon den Ruf, dass er sich gelegentlich Frauen auf unangemessene Weise nähert“.

Derweil klagte Tempel: „Die psychische Belastung, der ich durch das öffentlich gewordene Verfahren seit fast drei Jahren ausgesetzt bin, ist für mich kaum noch auszuhalten. Für mich ist das die Hölle und grenzt an Körperverletzung. Die Justiz sollte endlich mal an die Opfer denken.“ Vielleicht wäre es eine Idee, wenn Tempel Staatsanwalt, Richter und praktischerweise auch gleich den Henker in ihrer Causa spielen könnte. Nun kam die Staatsanwaltschaft München ihr entgegen und erhob Anklage. Dort lesen wir: „Dabei soll Wedel“, so die Staatsanwaltschaft, “den Entschluss gefasst haben, Geschlechtsverkehr mit der Geschädigten zu vollziehen und dabei etwaigen Widerstand gegebenenfalls mit Gewalt zu überwinden“. Wer war denn damals außer Wedel und Tempel in dem fraglichen Hotelzimmer?

Wedel lässt sich von Dörthe Korn aus der bekannten Anwaltskanzlei des früheren CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler vertreten. Korn: „Der Tatvorwurf beruht letztlich allein auf der Behauptung der Nebenklägerin, die diese gegenüber einem Presseorgan unter dem Vorbehalt machte, dass die angebliche Tat verjährt sei und die Wahrheit ihrer Beschuldigung nicht mehr in einem Gerichtsverfahren überprüft werden dürfe. (…) Das Ermittlungsverfahren, das von einer fast beispiellosen öffentlichen Vorverurteilung eingeleitet und begleitet wurde, dauert seit mehr als drei Jahren an, ohne dass sich in dieser Zeit durchgreifende neue Gesichtspunkte zur Belastung unseres 81-jährigen Mandanten ergeben haben“. Nach dem zu erwartenden Freispruch wäre es zu wünschen, dass Wedel seinerseits strafrechtliche Verfahren gegen Tempel betreiben würde.

Foto-Quelle: © JCS’, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=65369106


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