Es gibt noch tolerante Grüne

Für gewöhnlich endet die Toleranz der Grünen und Linken ab dem Zeitpunkt, an dem man beginnt, eine andere politische Meinung zu vertreten. Dann wird man zu einer Persona non grata und aus der viel beschriebenen Toleranz wird im besten Fall Intoleranz, im schlechtesten Fall grüner oder roter Hass. Allerdings scheint es noch Ausnahmen von dieser Regel zu geben.

So war in dieser Woche eine interessante Frage auf der Internetplattform abgeordnetenwatch zu lesen. Dort hatte sich eine Nutzerin mit der Frage an den grünen Bundestagsabgeordneten Erhard Grundl gewandt, wie denn der Parlamentarier zum geplanten Auftritt von Xavier Naidoo in Rostock stehe vor dem Hintergrund, dass sich einige Parteikollegen Grundls für ein Auftrittsverbot ausgesprochen hätten. Zur Erinnerung: Dem wegen seiner umstrittenen politischen Ansichten bei vielen Linken in Ungnade gefallene Mannheimer Songwriter, Komponist und Musikproduzent Naidoo wurden im vergangenen Jahr Konzertauftritte in mehreren Städten abgesagt.

Die Antwort Grundls viel überraschend und wohltuend aus: Die Politik dürfe nicht entscheiden, was gute oder schlechte Kunst sei. Die Untersagung eines Auftritts dürfe nur vollzogen werden, wenn dafür juristisch relevante Aussagen oder Verhaltensweisen vorlägen. Dies zu bewerten sei Aufgabe der Judikative. Sich allerdings gegen die Absage eines Konzerts auszusprechen, sei keine Zustimmung für die Aussagen Naidoos.

Foto-Quelle: Von Foto: © JCS, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=92031276


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