Es lebe der Sport!

Foto: Rechtsanwalt Markus Roscher-Meinel

Es gibt nicht mehr viele Möglichkeiten, seinen Patriotismus ohne politische Vorbehalte oder Einflussnahme auszuleben und dabei die deutsche Fahne – ohne missliebige Blicke der Antideutschen – zu schwenken: Fußballturniere, wie die Europameisterschaft, stellen ein solches Ereignis dar. Umso ärgerlicher, wenn selbst im Sport versucht wird, Sportler für politische Zwecke zu missbrauchen, um die Menschen am Bildschirm und in den Stadien „auf den gewünschten Kurs“ zu bringen. Der Black-Live-Matter-Kniefall, der nach dem tragischen Tod eines mehrfach vorbestraften dunkelhäutigen US-Amerikaners zur Modeerscheinung geworden ist, stellt eine solche politisch indoktrinierte Unart dar. Da wir Deutsche dazu neigen, überall auf der Welt als moderne Gutmenschen akzeptiert werden zu wollen (zumal mit unserer jüngsten Vergangenheit), war auch zu befürchten, dass man die deutsche Fußballnationalmannschaft dazu nötigt, die entsprechende Demutsgeste des Kniefalls vor dem ersten Europameisterschaftsspiel gegen Fußballweltmeister Frankreich durchzuexerzieren. Man hatte fast damit gerechnet, dass man den deutschen Spielern dieses politische Statement vor dem Anpfiff des Spiels gegen Frankreich abverlangten würde. Es kam anders: Alle, wirklich alle, Spieler sangen die dritte Strophe des Deutschlandliedes mit. Und der Kniefall? Es gab ihn nicht.

Mit großer Freude durfte man sich, unbehelligt von politischen Belehrungen, ganz auf den Sport und den Wettstreit der Nationalteams konzentrieren. Wer jetzt immer noch nörgelt, dem ist nicht recht zu helfen. Die Akteure auf dem Feld, egal wo sie herkommen und welche Herkunft sie haben, kämpfen auf dem Platz für unser Land. Am Ende wird es heißen: Deutschland siegte oder verlor (wie leider in diesem Fall) gegen Frankreich. Seien wir nicht die Waldorf und Statlers (die nörgelnden und griesgrämigen Opas aus der Muppet-Show) der Nation, sondern freuen uns über die uns noch verbliebenen patriotischen Momente, die uns solche Sportereignisse noch bescheren. Es lebe der Sport.

Ein Gastbeitrag von Markus Roscher-Meinel. Er ist Fachanwalt für Erbrecht und Strafrecht.


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