EU-Kommission legt “North Stream 2” auf Eis – kommt jetzt amerikanisches Gas nach Deutschland?

Die Betriebsgenehmigung der Europäischen Union für die fertiggestellte Gaspipeline “Nord Stream 2” ist aktuell gehemmt. Darüber informierte der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Valdis Dombrovskis, bei einem Besuch in Kiew. Geprüft wird, ob das Energie-Projekt mit der europäischen Energiepolitik vereinbar ist.

Er erklärte weiter, die Europäische Union werde alles tun, damit Russland nicht die Möglichkeit habe, Erdgas als Waffe einzusetzen. Neben der Genehmigung der EU-Behörden steht auch noch die Genehmigung der deutschen Behörden für die im September 2021 fertiggestellte Pipeline aus, die unter der Ostsee Russland und Deutschland verbindet.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte nach längerem Zögern nicht ausgeschlossen, dass es im Falle einer russischen Aggression gegen die Ukraine auch zu Sanktionen gegen “Nord Stream 2” kommen kann.

In der öffentlichen Diskussion findet die Argumentation nicht statt, dass die USA möglicherweise ihr über das “Fracking” hervorgebrachte Gas an Deutschland verkaufen möchte. Deutschland stellt für die USA einen großen Absatzmarkt dar. Ein Stopp der “North Stream 2“-Pipeline begünstigt die amerikanische Strategie, “Fracking-Gas” nach Deutschland liefern zu können.

Als Häfen für diese Flüssiggas-Lieferung kämen die norddeutschen Standorte Stade und Brunsbüttel infrage.


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