EU rechnet mit ukrainischer Flüchtlingswelle – über eine Million Menschen könnten flüchten

Angesichts der wachsenden Spannungen im Ukraine-Konflikt warnt die EU nun vor möglichen Fluchtbewegungen. „Es wird geschätzt, dass zwischen 20.000 und mehr als einer Million Flüchtlinge kommen könnten“, sagte der Vizepräsident der EU-Kommission, Margaritis Schinas, mit Blick auf eine mögliche militärische Eskalation in der Welt. Die EU sei „bereit, eine bedeutende humanitäre Hilfe zu mobilisieren und beim Zivilschutz zu helfen“.

Schinas verwies darauf, dass in der Ukraine allein 20.000 EU-Bürger leben. Ebenso gebe es „eine beträchtliche Bevölkerungsgruppe, die ihre Wurzeln in der EU hat“. Der griechische EU-Kommissar betonte, dass Geflüchtete (wie schon in Belarus) instrumentalisiert und bewusst als Druckmittel gegen die EU eingesetzt werden könnten.

Es wird angenommen, dass ukrainische Flüchtlinge zunächst vor allem nach Polen kommen könnten, dass eine 535 Kilometer lange gemeinsame Grenze mit der Ukraine besitzt. Für den Fall eines Konflikts hatte die polnische Regierung bereits erklärt, sie bereite sich auf ein Szenario vor, in dem bis zu einer Million ukrainische Flüchtlinge die Grenze überschreiten würden.

Es gibt schätzungsweise bereits 1,5 Millionen Ukrainer in Polen, von denen allerdings nur 300.000 offiziell registriert sind. Seit der Annexion der Krim durch Russland und dem Beginn des Krieges im Osten der Ukraine 2014 registrierte Kiew selbst rund 1,5 Millionen Vertriebene. Im Falle einer Invasionen könnten Millionen weitere dazukommen. Zwar betont Russland, dass der Truppenabzug nach den Manövern weitergehe, doch der Westen zweifelt bislang an den Meldungen.


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