Familienrecht gehört auf den Prüfstand – Väterrechte stärken!

Die Zeit der Pandemie lässt viele gesellschaftlich relevante Themen in den Hintergrund treten. Faktisch befinden sich die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands in einem politisch links und medial geprägten Land. Würde dieses vom gesunden Menschenverstand geleitet, hätte es sogar Vorteile. So aber nicht in Deutschland.

Hier klafft die veröffentlichte von der öffentlichen Meinung meilenweit auseinander. Politisch linke Ideologen wollen die Deutschen umerziehen. In der Folge finden gesellschaftspolitische Debatten in einem „Elfenbeinturm“ statt. In diesem Turm finden sich die realen Verhältnisse leider nicht wieder. Zu diesen realen Sachverhalten zählt u. a. das Thema „Kindeswohl und Väterrechte“. Das Familienrecht gehört absolut im Sinne der Väter auf den Prüfstand.

Aus rechtlicher Sicht sind die Scheidungsgründe seit 1976 irrelevant. Es zählt einzig und allein das Scheitern der Ehe, der Grund hierfür ist unbedeutend. Vor der Gesetzesänderung spielten die Scheidungsgründe für Unterhaltsansprüche eine Rolle. Eine Ehe wurde zuvor nach dem Schuldprinzip geschieden, heute gilt jedoch das Zerrüttungsprinzip. Diese sozialdemokratische Errungenschaft hat weitreichende Folgen für die Vater-Kind-Beziehung bis zum heutigen Tage. Diese negativen Auswirkungen zeigen sich exorbitant im Umgangsrecht, Unterhaltsrecht, Sorgerecht und im Aufenthaltsbestimmungsrecht der Väter. Väter werden in der deutschen Gesellschaft systematisch und politisch gewollt benachteiligt. Sie werden gesellschaftlich als Elternteil zweiter Klasse stigmatisiert.

Als Totschlagargument wird auf der weiblichen Seite standardmäßig angeführt: Es existieren viele Väter, die sich nicht korrekt verhalten, ihre Kinder nicht sehen wollen und sich nicht kooperativ zeigen. Diese mag es unzweifelhaft geben. Dennoch hält diese These in den zahlreichen realen betroffenen Situationen nicht stand. Es fehlt an einer validen empirischen Überprüfung. Diese ist in gerade sozialdemokratisch-links-grünen politischen Kreisen überaus ungewünscht.

Gerade in diesen Kreisen wird das feminine Geschäftsmodell „ich lasse mich schwängern und der Vater zahlt für mich und das Kind“ favorisiert. Darüber hinaus ist ein Berufsziel „Mutter“ gerade in gesellschaftlich prekären Verhältnissen in Mode gekommen. Aus Sicht der Väter hätte schon längst eine gesellschaftliche Diskussion darüber stattfinden müssen – Fehlanzeige.

In der heutigen Zeit kommt es demzufolge sehr häufig vor, dass Kinder nach einer Trennung der Eltern ohne Kontakt zum Vater aufwachsen. Väter werden administrativen, juristischen und emotionalen Ungerechtigkeiten ausgesetzt. Ein Thema, das weitläufig nur unter Betroffenen, nicht aber in Parlamenten, Talkshows, Bildungseinrichtungen oder Gerichtssälen behandelt wird. Ein gerade für die leidenden Kinder unhaltbarer Zustand.

Die Kinder sind es, die „zwischen den Stühlen“ sitzen, den Spagat zwischen Mama und Papa ungewollt, unsicher und unmöglich nicht aushalten sowie leisten können. Überwiegend werden die Kinder von den Müttern gegen die Väter aufgebracht, instrumentalisiert und gefühlsmäßig überfordert. Ein menschlich zutiefst unwürdiges Verhalten vieler Mütter ihren Kindern gegenüber. Dies hat enorme Konsequenzen für die schulische Laufbahn, das spätere Beziehungsleben und die Kind-Vater-Beziehung. Weit und breit ist keine gesellschaftliche, administrative oder juristische Institution zu sehen, die sich diesem zentralen Thema annimmt. Eine überaus bedauerliche Situation in einem so hoch entwickelten Industrieland wie Deutschland.

Die Familiengerichte haben den Begriff „Kindeswohl“ vom Wortsinn her vergewaltigt. „Kindeswohl“ wird von Einrichtungen der Jugendhilfe, dem Jugendamt und dem Familiengericht in den Mittelpunkt gestellt, um Väter aus dem Lebensbereich der Mutter, der Ex-Partnerin zu nehmen. Ein kinderpolitischer Skandal, der auf die politische Tagesordnung gehört.   

Die Väter befinden sich in Bezug auf die Beziehung zu ihrem Kind im Anschluss an die Trennung in einer oftmals ratlosen Situation. Während die Mütter von Jugendämtern, Jugendhilfeeinrichtungen und den Familiengerichten als der priorisierte und biologisch relevantere Elternteil protegiert werden, finden Väter von den staatlichen und juristischen Institutionen keine bis kaum Beachtung. Frei nach dem Motto: „Fünf Minuten Rittmeister, mindestens 18 Jahre Zahlmeister“.

Väter werden als Erzeuger degradiert und rein monetär als Finanzier der „allein er(ver-)ziehenden Mutter“ ab- und eingestuft. Es findet eine unerträgliche Herabwürdigung des Vaters als Elternteil statt. Viele Väter zerbrechen psychisch an dieser Situation. Krankheit, Burn-out und Jobverlust sind nur einige zu verzeichnende Folgen dieser schwierigen Situation für die Väter.  

Beobachtbar sind die Jugendämter, die sich subjektiv um die Belange der doch so armen Mütter kümmern. Väter stören im Weltbild der so angeblich für das Kindeswohl so wichtigen kommunalen Institution Jugendhilfe bzw. Jugendämter. Mütter erhalten ein umfangreiches Unterstützungssystem. Neben den staatlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erfahren die Kindesmütter Prozesskostenhilfe in den zahlreichen juristischen Auseinandersetzungen. Vätern stehen diese finanziellen Leistungen nicht zu. Sie stehen den Dingen häufig hilflos gegenüber.

Das Umgangsrecht gilt auf dem Papier – Punkt. Die Umsetzung und Durchsetzung wird den Eltern überlassen. Hier wurden Begriffe wie „argumentatives Gefälle der Eltern“ (d. h. ein Elternteil ist dumm), „Kommunikations-Konflikte“ oder „dominantes Verhalten des Vaters“ kreiert. Für die Durchsetzung der Umgangsvereinbarung fühlt sich keine Institution verantwortlich. Im Ergebnis findet kein Umgang statt. Das Kind ist wieder der traurige Verlierer.

Neue Wege sind rasch im Familienrecht zu gehen. Im Ergebnis ist die Doppelresidenz aus gemeinsamer Verantwortung der Eltern für ihr Kind umzusetzen. Mutter und Vater sind es, die nach diesem Grundsatz gleichermaßen für das Wohl des Kindes sorgen. Hierbei handelt es sich nicht um ein lebensfernes Modell. Das „feminine Geschäftsmodell“ hätte sich somit erledigt.

Jugendhilfe, Jugendamt und Familiengericht sind es, die der Öffentlichkeit weismachen, die Doppelresidenz sei nicht praktikabel. Wen wundert es? Das bisherige Väter-Benachteiligungs-Modell sichert deren Existenz.

Väterrechte sind unbedingt und rasch zu stärken. Jugendämter, Jugendhilfeeinrichtungen und die Familiengerichte haben das tatsächliche Wohl des Kindes in den Fokus zu nehmen. Diese Einrichtungen haben sich aus ihrer Chimäre in die reale Welt zu begeben. Es hat in Deutschland zu gelten: Väter sind für die Entwicklung der Kinder genauso wichtig wie die Mütter. Dieser Gedanke hat sich unverzüglich gesellschaftlich zu etablieren. Im Resultat sind es die Kinder, um die es geht. Sie sind die Gewinner einer solchen familienrechtlichen Wahrnehmung. Jetzt aber mal los!


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