Feministische Märchenstunde über Prostitution im NDR

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk NDR, der sich ungefragt durch Zwangsgebühren finanziert, hat im sensiblen Bereich der Prostitution und Zwangsprostitution einen Dokumentarfilm produziert. Elke Margarete Lehrenkrauss wurde für ihr „Werk“ “Lovemobil” mit Auszeichnungen überschüttet, u.a. mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis. Der Streifen wurde auch für den Grimme-Preis nominiert. Der Norddeutsche Rundfunk strahlte “Lovemobil” im Dezember 2020 aus.

Nach den zahlreichen Märchengeschichten des SPIEGEL-Journalisten Claas Relotius wurde von den Mainstream-Medien hoch und heilig versprochen, künftig nur noch seriös zu berichten.  Frau Lehrenkrauss hat diese Versprechen gebrochen: “Lovemobil” ist fast ausschließlich eine kreative Märchenstunden!

Denn die unter entwürdigenden Umständen in Wohnmobilen am Rande von Bundesstraßen in Niedersachsen tätigen Sexarbeiterinnen, die Lehrenkrauss zeigt, sind samt und sonders von ihr engagierte Schauspielerinnen oder Laiendarsteller. Die drei Frauen in ihren Wohnmobilen, die Vermieterin der Wohnmobile, ein „Kunde“, ein Gastronom – alles „strukturierte“ Wahrheiten, um nicht das böse Wort „Schwindel“ zu gebrauchen.

Dass der NDR “Lovemobil” aus seiner Mediathek entfernt hat, ist schade. Es wäre ein Stück Ehrlichkeit und ein Beispiel über die Art und Weise gewesen, wie der Staatsfunk Propaganda zur Beeinflussung seiner Zuschauer betreibt. Aber wer hängst schon gerne seine ungewaschene Dreckwäsche draußen im Garten auf die Leine, damit die Nachbarn sie sehen können?

Der Film wurde auch weltweit auf diversen Festivals vorgeführt. Nun distanziert sich der NDR von Lehrenkrauss: „Zahlreiche Situationen sind nachgestellt oder inszeniert”. Anders als Relotius, von dem man nach seinem Schwindel wenig Rechtfertigendes gehört hat, zeigt Lehrenkrauss sich uneinsichtig: „Ich kann mir auf jeden Fall nicht vorwerfen, die Realität verfälscht zu haben, weil diese Realität, die ich in dem Film geschaffen habe, ist eine viel authentischere Realität.“ Das ist dreist.


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