Franziska Giffey plagiierte offenbar auch bei ihrer Masterarbeit – zieht die Berliner SPD jetzt personelle Konsequenzen für ihre Spitzenkandidatin?

Von dem Berliner Wahlkampf zum Abgeordnetenhaus nimmt außerhalb Berlins kaum jemand Notiz. Wäre da nicht die SPD-Spitzenkandidatin „Ex-Dr.“ Franziska Giffey. Sie machte die Öffentlichkeit mit ihrem Plagiat ihrer Doktorarbeit auf sich und die Berliner SPD aufmerksam. Nun weist offenbar auch die Masterarbeit von der SPD-Spitzenpolitikerin Giffey Fehler auf. Dies wollen so genannte Plagiatsjäger herausgefunden haben. Der Doktorgrad wurde Franziska Giffey im Juni 2021 entzogen. Ihr wird von der Freien Universität Berlin mindestens bedingter Vorsatz bei der Erstellung der Plagiate unterstellt.

Franziska Giffey studiert zwischen 2003 und 2005 den Masterstudiengang „Europäisches Verwaltungsmanagement“ an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege in Berlin.

Die Masterarbeit soll nach dem jetzigen Stand der Überprüfung auf 91 Seiten 62 Stellen aufweisen, die nach Auffassung der Plagiatsjäger als „mehr oder minder schwere Plagiate“ zu bewerten sind. Mit Anhang umfasst die Arbeit insgesamt 141 Seiten. Einfachste Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens sollen von der SPD-Spitzenkandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin von Berlin verletzt worden sein.

Hinter den Plagiatsjägern agiert eine Gruppe von Wissenschaftlern, deren Kopf der Professor für Sprachwissenschaften an der Freien Universität Berlin (FU) Anatol Stefanowitsch ist. Er spricht von einem „Flickenteppich aus Plagiaten“ in der Abschlussarbeit der ehemaligen Bundesfamilienministerin Giffey.

Die Arbeit sei gespickt mit wörtlichen Übernahmen langer Passagen. Diese wurde in keiner Weise ausreichend gekennzeichnet. Das Portal „t-online“ zitiert Prof. Stefanowitsch mit den Worten: „Es wirke, als ob gar nicht erst versucht wurde, die Arbeit eigenständig zu formulieren.“ Darüber hinaus wird dort die grüne Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg Monika Herrmann zitiert: „Wie eine Gouvernante maßregelt Sie (Franziska Giffey, Anm. des Autors) gerne Menschen und Lebensentwürfe. Nur bei sich selbst und der eigenen Partei gelten immer wieder andere Maßstäbe.

Die Berlinerinnen und Berliner werden wissen, wem Sie das „Rote Rathaus“, den Sitz des Regierenden Bürgermeisters (im Rang eines Ministerpräsidenten) anvertrauen. Es ist nicht bekannt, ob die SPD nach den neuerlichen Vorwürfen gegen ihre Spitzenkandidatin Franziska Giffey personelle Konsequenzen vornehmen wird. Zieht die Berliner SPD keine Konsequenzen, so drückt sie damit indirekt die Duldung des wissenschaftlichen Verhaltens ihrer Genossin Giffey aus. Das verbessert die Situation für die SPD in Berlin nicht.


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