Fukushima jährt sich zum 10. Mal – Energiewende mit wenig Akzeptanz

10 Jahre ist die Nuklearkatastrophe von Fukushima her. Emotional sitzt der Anblick noch in den Kno­chen. Deutschland reagierte 2011 mit einem politisch schnell initiierten stufenweisen Atomausstieg. Demzufolge sollen keine weiteren Betriebsgenehmigungen für Atomkraftwerke (AKW) erteilt und das letzte AKW im Jahr 2022 abgeschaltet werden. Dieser als Energiewende beschriebener politischer Be­schluss der schwarz-gelben Bundesregierung wirkt bis heute nach. Deutschland belegt den Spitzen­platz bei den Strompreisen und den Steuern und Abgaben in der Europäischen Union (EU).

In Vergessenheit geraten ist die wenige Monate vor der Katastrophe zwischen der damaligen Bundes­regierung und den Kraftwerksbetreibern vereinbarte Laufzeitverlängerung. Im Kontext des plötzlich beschlossenen Atomausstiegs schloss sich ein inzwischen zehnjähriger Rechtsstreit an. Dieser endete in diesen Tagen mit einer Einigung: Die AKW-Betreiber erhalten aus dem Bundeshaushalt eine Ent­schädigung in Höhe von Euro 2,4 Milliarden.

In der Praxis verspielt die Politik das Vertrauen der Menschen in die Energiewende. Hatten sich die Bürgerinnen und Bürger 2011 noch hinter den Zielen des Atomausstieges versammelt, so verhält es sich im Jahr 2021 völlig anders. Die Menschen sind unzufrieden mit der chaotischen politischen Um­setzung. Die Energiewende erscheint vielen als zu teuer und zu ungerecht. An den Zapfsäulen erkennen die Autofahrer seit Januar 2021 steigende Spritpreise. Ursächlich hierfür ist die so genannte CO2-Ab­gabe, die bis zum Jahr 2025 jährlich steigt. Die Menschen hoffen auf eine Investition dieser Mehrein­nahmen in klimafreundliche Verkehrssysteme und den Ausbau von Erneuerbaren Energien. 


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