„Gender-Sprech“ verändert das Denken und damit die gesellschaftlichen Verhältnisse – wollen wir das?

Deutschland scheint es ökonomisch, sozial, kulturell und ökologisch so gut zu gehen, dass uns das linksgrüne-sozialdemokratische Thema „Gender“ permanent aufgedrückt werden kann. Dabei handelt es sich um ein klassisches Thema der Identitätspolitik. Der emotional geführte gesellschaftliche, aber besonders auch sprachwissenschaftliche Streit über Sternchen, Doppelpunkt, Binnen-I und Unterstrich soll die Menschen in Deutschland zu einer neuen Schreibnorm führen bzw. erziehen.  

CDU-Politiker um Friedrich Merz und Christoph Poß sehen im „Gendern“ einen ideologischen Versuch, die deutsche Sprache zu verbiegen und fordern ein „Gender-Verbot“ für staatliche Stellen. Der Hannoveraner Linguistik-Professor Peter Schlobinski warnt in der Debatte um eine geschlechtergerechte Sprache vor deren Tücken und weist darauf hin, dass diese in keiner Weise durch die Empfehlungen des „Rates für Rechtschreibung“ legitimiert ist.

In einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ zieht Schlobinski einen Vergleich zu Georg Orwells Werk „1984“. Mit einer neuen Sprache („Neu-Sprech“ bei Orwell) werden die Begrifflichkeiten und das Denken verändert. So können die Mitglieder einer Gesellschaft gelenkt und geformt werden.

Gerade die Grünen zeichnen sich mit ihrem „Gender-Sprech“ hier besonders aus. Sie sind es gerade, die die Menschen politisch erziehen, lenken und steuern wollen. Das Mittel, die Instrumente dazu definieren die Grünen in ihrer Verbotspolitik. Das Verbot von Kurzstreckenflügen ist nur ein kleines aktuelles Beispiel in diesem Kontext.

In Deutschland ist es Gott sei Dank so, dass gesprochen und geschrieben werden kann, wie jeder verstanden oder gelesen werden will. Die Rechtschreibung (Orthographie) ist jedoch festgelegt (normiert). Diese Übereinkunft hinsichtlich der Orthographie regelt der Rat für Rechtschreibung. Dieser hat jüngst festgestellt, dass das Schreiben mit Sternchen, Unterstrich, Doppelpunkt und Binnen-I eben nicht durch das Regelwerk des Rates gedeckt ist.

Übrigens haben sich auch Offizielle daran zu halten. Darunter werden Institutionen, Verwaltungen, Schulen und Universitäten verstanden. Die „Gesellschaft für deutsche Sprache“ sieht im „Gender-Sprech“ in der Folge eine nicht vereinheitlichte Rechtschreibung. Dieses deckt sich auch nicht mit dem Auftrag der Kultusministerkonferenz (KMK). Das sollten sich die Grünen einmal vergegenwärtigen.

Insgesamt zeigt sich im „Gender-Sprech“ eine Ideologisierung der Sprache. Auffällig ist, dass Begriffe wie „Terrorist“, „Rassist“ oder „Verschwörungstheoretiker“ nicht gegendert werden. Hier soll offenbar wegen einer Gesinnung bzw. Haltung nicht gegendert werden.

Es ist sicherlich kein Zufall, dass in Romanen bzw. der Literatur insgesamt nicht gegendert wird. Hier steht der Lesefluss im Mittelpunkt. Dieser ergibt sich maßgeblich aus der bereits in der Grundschule gelernten Silbenstruktur aus Silbentrennung und dem Lesen in Silben.

Gerade im Wahljahr sollten wir politisch aufpassen, was linksgrün-sozialdemokratische Parteien und Politiker vorhaben. An dieser Stelle sei das Humboldt´sche „Prinzip des Relativismus“ in Erinnerung gerufen: Sprache beeinflusst das Denken. Wird die Sprache verändert, dann ändert sich das Denken. In der Folge bedeutet dies: Wenn ich das Denken ändere, ändere ich die gesellschaftlichen Verhältnisse.

Das Humboldt´sche Prinzip beherrschen die Grünen par excellence. Passen wir zusammen auf, damit sich die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht im Sinne der Grünen verändern!


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1 Kommentar zu "„Gender-Sprech“ verändert das Denken und damit die gesellschaftlichen Verhältnisse – wollen wir das?"

  1. Wer kennt es nicht, das babylonische Sprachgewirr, an dem eine Kultur unterging. Vor Jahren hat auch Franco die Baskische Sprache verboten und damit versucht, die Kultur der Basken zu unterdrücken. Der Gender-Wahn ist nichts anderes, als der Versuch unsere Kultur auszulöschen. Das passt gut auf links-grüne Sprüche, wie “Deutschland du mieses Stück Scheisse”, oder “Deutschland verrecke”. Nicht umsonst kann Robert Habeck mit Deutschland nichts anfangen. Nicht umsonts streichen die Grünen das Wort Deutschland aus dem Wahlprogramm.

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