Gesund, ein natürlicher Zustand wird abgeschafft – die Perversion des Solidaritätsbegriffes!

Der natürliche Normalzustand eines Menschen ist „gesund“. Diesen Zustand gibt es nicht mehr. In Deutschland wird ein ganzes Volk nicht mehr in krank oder gesund, sondern nur noch Geimpfte, Getestete und Genesene unterschieden. Gesunde gibt es nicht mehr.

Die mentale Hospitalisierung schreitet fort, der normalste Zustand der Welt – gesund – wird medial aus den Köpfen gelöscht. Menschen sind nicht mehr Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen – sie sind Infektionsquellen, Superspreader, eine Gefahr für das eigene Leben. Das ist nicht „geimpft, getestet oder genesen“, das ist krank!

In den letzten Tagen macht die Politik eine Volte, die an Perfidie nicht mehr zu überbieten ist. Das Mantra aus 2020 war: wir müssen solidarisch sein. Mit dieser Forderung zwang man Menschen unter „Corona-Maßnahmen“, für die diese Krankheit keine besondere Gefahr darstellt. Aber man musste ja die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen schützen. Dementsprechend mussten junge Menschen – Schüler, Studenten, kleine Kinder und Familien – Einschränkungen hinnehmen um alte und kranke Menschen zu schützen. Das tun sie nunmehr seit 14 Monaten.
Menschen haben ihre Existenz verloren, gesundheitliche und psychische Schäden ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Gesellschaft.

Dann kam der Impfstoff. Auch hier wurde wiederum Solidarität eingefordert. Mit der Impfpriorisierung wurden wiederum die besonders gefährdeten Gruppen bevorzugt. Das ist selbstverständlich nachvollziehbar, auch wenn es bedeutet, dass junge Menschen sich noch auf mehrere Monate Wartezeit einstellen müssen.

Man hat dieser Gesellschaft alles abverlangt. Aus Gründen der Solidarität. Und was passiert jetzt? Jetzt dreht die Politik – allen voran der Merkel-Verein (ehemals CDU) – den Solidaritätsbegriff einfach um. Vollständig Geimpften müssen nun die Grundrechte zurückgegeben werden. Sie gelten als immun. Wie unter diesen Umständen Ansteckungen nach der Impfung zu erklären sind – ja, damit tut man sich schwer. Aber nichts desto trotz – dieser Gruppe könne man die Rückgabe ihrer Grundrechte nicht verwehren. Das sei auch unter dem Aspekt der gesamtgesellschaftlichen Solidarität notwendig, auch wenn es dadurch vorübergehend zu Ungleichbehandlungen kommt, so tönt allen voran die CDU. Bitte? Da reibt man sich die Augen. 

Eine Familie, die zum Schutz der Risikogruppen alles mitmachen muss – Homeoffice, Heimunterricht, Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen, Jobverlust etc. – hört jetzt, dass sie das auch alles weiterhin mitmachen muss, während die Geimpften nun alle Freiheiten zurückerhalten. Die einen sitzen mit Ausgangssperre zu Hause, die anderen fliegen in den Urlaub. Zu Hause sitzen am Ende nur noch die, für die dieses Virus wenig bis nicht gefährlich ist. Und die Politik fordert: Solidarität!

Dann wären da die Getesteten. Gesunde Menschen, die mehrfach wöchentlich überprüfen, ob sie nicht doch krank sind. Bekommen sie ihre Grundrechte zurück? Ein Bisschen vielleicht. Für den Moment, in dem sie nachweisen, dass sie jetzt gerade gesund sind. Ja, sie sind „jetzt gerade gesund“, zwar immer noch potentiell gefährlich, aber für den Moment kann man das gelten lassen. 

Richtig arm dran sind die Genesenen. Nicht nur das sie die Krankheit wirklich hatten und neben eventuellen Symptomen oder Spätfolgen auch noch alle Segnungen einer Quarantäne genießen durften, dürfen sie sich im Zeitraum von sechs Monaten nach der Infektion gar nicht impfen lassen. Warum eigentlich nicht? Wurde nun festgestellt, dass diese Menschen natürlich immunisiert sind, gäbe es keinen Grund ihnen ihre Grundrechte nicht vollumfänglich zurückzugeben. Tut man aber nicht. Wissen Sie warum? Die Begründung der Politik lautet: Es gab schon Fälle, in denen sich Menschen nach überstandener Infektion erneut infiziert haben. Ja, die gab es. Es gibt aber auch reichlich Fälle von Corona-Infektionen nach vollständiger Impfung. Gleichbehandlung? Fehlanzeige! In dieser Woche verlautbarte man bereits im niedersächsischen Landtag, dass Genesene sich sechs Monate nach einer Infektion impfen lassen können (dann genügt auch eine Impfdosis) um sie dann Geimpften gleichzustellen. Sollten sie also jetzt positiv getestet werden können sie sich im November 2021 impfen lassen und dürfen dann wieder irgendwie am Leben teilnehmen.

Der sächsische Ministerpräsident Kretschmer (CDU) veröffentlichte am 05.05.2020 ein Video auf Twitter. In diesem Filmchen äußerte er sich wie folgt: „Niemand wird in Deutschland gegen seinen Willen geimpft. Auch die Behauptung, dass diejenigen, die sich nicht impfen lassen, ihre Grundrechte verlieren, ist absurd und bösartig. Lassen Sie uns Falschnachrichten und Verschwörungstheorien gemeinsam entgegentreten.“

Was stört die Politik ihr Geschwätz von gestern? Der einzig akzeptable Zustand, den die schon länger Politik machenden Parteien akzeptieren werden ist – GEIMPFT!

Mich wundert nicht mehr, dass sich vielerorts Bedenken regen. Dass es Menschen gibt die „dunkle Mächte“ am Werk sehen, die allen Menschen einen neuartigen Impfstoff aufzwingen wollen. Man nennt sie Aluhutträger, Querdenker, Verschwörungstheoretiker. Sie vermuten die große Weltverschwörung, ein medizinisches Massenexperiment oder sogar die gezielte Reduktion der Weltbevölkerung. Vieles hört sich unfassbar an, manches sogar abstrus. Man bekämpft diese Menschen, man diffamiert sie, man macht sie lächerlich. Selbst wer vernünftig und sachlich kritisiert, wird so angegangen. Die pointierte Kritik 53 gestandener Schauspieler und die Reaktionen zeigen es. Solche Kritik soll nicht sein, sie sei zynisch. Und der Applaus käme ja auch von der falschen Seite.

Verantwortungsvolle Politik zeichnet sich durch Respekt aus. Respekt vor den Grundrechten der Menschen. Sie zeichnet sich durch Vernunft aus. Vernunft, mit einer Lage angemessen umzugehen und nicht nur die eigene Meinung zum Maß aller Dinge zu erheben. Und sie zeichnet sich durch verantwortungsvolle Kommunikation aus. Verantwortungsvolle Kommunikation nimmt die Bedenken von Menschen ernst und macht sie nicht lächerlich, nur so verhindert man das wilde Sprießen von Angstszenarien.

Ich betrachte die Entwicklung in Deutschland mit zunehmendem Unbehagen. Der Riss in der Gesellschaft wird zu einem unüberwindlichen Graben. Die Politik vertieft diesen immer weiter.

Mir bleibt nur ein Wunsch für Sie – bleiben Sie gesund, solange es diesen Status gibt.

Ein Gastbeitrag von Dana Guth. Sie ist Abgeordnete des Niedersächsischen Landtags für die LKR.


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