Großbritannien brüskiert EU-Diplomaten

Nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union will die Johnson-Regierung dem EU-Botschafter in London die Anerkennung als Diplomat verweigern. Brüssel regiert entsprechend verschnupft auf diese Ankündigung. Medienberichten zufolge sollen die Entsandten der EU wie Mitarbeiter einer internationalen Organisation behandelt werden. Damit hätten die Beschäftigten der Europäischen Union im Gegensatz zu den internationalen Gepflogenheiten nicht den Status von Vertretern eines souveränen Staates. Relevant ist dies, weil der diplomatische Rang eines Botschafters zum Beispiel ausschlaggebend dafür ist, zu welchen Ereignissen er eingeladen wird. In der Diplomatie haben solche protokollarischen Fragen große Bedeutung. Eingeweihte der politischen Szene werten die Einstufung als Zeichen der Geringschätzung Großbritanniens gegenüber der EU.  

In London sieht man das erwartungsgemäß anders. Das britische Außenministerium lässt verlautbaren, die EU-Diplomaten würden „die Privilegien und Immunitäten erhalten, die für sie notwendig sind, um ihre Arbeit im Vereinigten Königreich effektiv auszuführen“.


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